Handelsbeziehungen
Interesse der deutschen Wirtschaft an Afrika wächst

Nach Asien gilt Afrika als aussichtsreichster Markt weltweit. Auch deutsche Unternehmen wollen mehr und mehr davon profitieren, heißt es beim DIHK. Schließlich geht es um 1,2 Milliarden potenzielle Kunden.
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BerlinIn der deutschen Wirtschaft steigt das Interesse an Geschäften mit den teils kräftig wachsenden afrikanischen Ländern. DIHK-Präsident Eric Schweitzer sprach am Donnerstag von einer zunehmenden Bereitschaft bei deutschen Unternehmen, sich in Afrika zu engagieren. Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel räumte allerdings ein, die deutsche Wirtschaft habe sich mit dem Ausbau ihrer Afrika-Geschäfte etwas Zeit gelassen. Sie hole aber auf. Das sei angesichts von Wachstumsaussichten in dieser Region, die nur von Asiens übertroffen würden, auch nötig.

„Afrika ist definitiv nicht dieser Katastrophen- und Kriegskontinent, für den man ihn hier oftmals hält“, sagte Niebel bei einer Veranstaltung zum 50-jährigen Bestehen der Afrikanischen Union (AU) in Berlin. 2040 werde es dort 1,2 Milliarden Menschen im erwerbsfähigen Alter geben. „Es liegt auch mit an uns, ob das Kunden, Partner werden oder ob es Flüchtlinge werden“, fügte er hinzu.

Die deutschen Exporte in die Länder des Erdteils wuchsen nach Schweitzers Worten 2012 um fünf Prozent auf 21,8 Milliarden Euro, die Importe um acht Prozent auf 23,9 Milliarden Euro. „Das ist noch kein hohes Niveau, aber es entwickelt sich nach oben“, erklärte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK). Auch weiterhin seien für Afrika durchschnittliche Wachstumsraten von fünf bis sechs Prozent zu erwarten. In einer Umfrage vor einiger Zeit hätten mehr als jedes fünfte im Ausland tätige deutsche Unternehmen angegeben, ein Engagement in Afrika zu prüfen. Vor kurzem habe dieser Prozentsatz noch bei 18 Prozent gelegen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Mal ernst bleiben, Südafrika als stärkste Wirtschaft hat ein GDP von 491 Milliarden USD, also weniger als Baden Württemberg (500 Mrd USD), Ghana, das z Zt boomt hat ein GDP von 34.2 Mrd USD, das ist weniger als Bremen (35 Mrd)und die DR Kongo mit all ihren Rohstoffen hat ein GDP von 20 Mrd USD, das ist die Hälfte des Saarlandes (40 Mrd USD)....

  • Nach Asien gilt Afrika als aussichtsreichster Markt weltweit. Auch deutsche Unternehmen davon profitieren.
    Schließlich geht es um 1,2 Milliarden potenzielle Kunden.
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    Bald reicht diese Welt zum abgrasen nicht mehr.
    1,2 Milliarde potenzielle Kunden..wo denn in Afrika.
    50% davon,werden von der Welthungerhilfe betreut.

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