Handelsbilanz
Aufschwung in Europa stützt Exporte

Die starke Nachfrage aus Europa hat den deutschen Exporteuren im April ein kräftiges Plus beschert. Vor allem die Nachfrage aus EU-Ländern kletterte stark. Auch der Wert der importierten Waren legt weiter zu.

HB BERLIN. Die deutschen Exporteure verkauften Waren im Wert von 78,8 Milliarden Euro ins Ausland und damit 13,1 Prozent mehr als vor einem Jahr, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Das war das kräftigste Plus seit Januar. Zum Vormonat stiegen die Exporte saisonbereinigt um 0,9 Prozent und damit etwas schwächer als von Volkswirten erwartet. Die stärkste Nachfrage nach Produkten „Made in Germany“ kam aus den EU-Ländern. Hier kletterten die Ausfuhren um fast 15 Prozent auf 52 Milliarden Euro, während sie in die übrigen Länder nur um zehn Prozent zulegten. Der Aufschwung in Europa und Asien dürfte die Geschäfte der Exporteuren auch in den kommenden Monaten beleben.

„Deshalb werden die Exporte das Wachstum im Frühjahr wieder stimulieren“, sagte Sebastian Wanke von der DekaBank. Zu Jahresbeginn hatte der Außenhandel noch gebremst, weil die Importe kräftiger zulegten als die Exporte. Im April kletterte der Wert der importierten Waren auf 63,8 Milliarden Euro. Das waren 8,9 Prozent mehr als vor einem Jahr und saisonbereinigt 0,8 Prozent mehr als im März.

Der Bundesverband des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA) rechnet in diesem Jahr mit einem Exportwachstum von bis zu neun Prozent. 2006 waren die Ausfuhren um 14 Prozent auf 896 Milliarden Euro gestiegen. Deutschland hatte sich damit zum vierten Mal in Folge den inoffiziellen Titel des Exportweltmeisters von Waren gesichert.

Die Handelsbilanz schloss im April mit einem Überschuss von 15,0 Milliarden Euro. In der Leistungsbilanz verbuchte Deutschland ein Plus von 9,6 Milliarden Euro.

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