Handelsbilanz
US-Ex- und Import rückläufig

Die US-Exporteure haben im August den stärksten Rückgang ihrer Umsätze seit mehr als vier Jahren verzeichnet. Auch die Importe gingen deutlich zurück - was zusammen eine überraschende Wirkung auf die Handelsbilanz hat.

HB WASHINGTON. Die Exporteure verkauften Waren und Dienstleistungen im Wert von 164,7 Milliarden Dollar ins Ausland und damit zwei Prozent weniger als im Vormonat, wie das Wirtschaftsministerium am Freitag mitteilte. Wegen sinkender Ölpreise und der schwächeren Nachfrage durch die Konjunkturabschwung schrumpften die Importe noch deutlicher. Sie gingen um 2,4 Prozent auf 223,9 Milliarden Dollar.

Dadurch verringerte sich das Defizit in der Handelsbilanz - die Differenz zwischen Exporten und Importen - überraschend deutlich um 3,5 Prozent auf 59,1 Milliarden Dollar. Der Fehlbetrag wird an den Märkten mit großer Aufmerksamkeit beobachtet. Weil die USA mehr konsumieren, als sie produzieren, muss die Lücke durch massive Kapitalzuflüsse aus dem Ausland geschlossen werden. Bleiben diese aus, droht eine Dollar-Abwertung mit entsprechenden Auswirkungen für die Weltwirtschaft.

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