Handelsbilanzdefizit im Februar bei 42,09 Milliarden Dollar
US-Verbraucherpreise im März stark gestiegen

Im März sind die Verbraucherpreise in den USA unerwartet stark gestiegen. Angetrieben durch eine Verteuerung Energie, Transport und Bekleidung kletterten die Preise im Vergleich zum Vormonat um 0,5 Prozent. Das teilte Arbeitsministerium in Washington am Mittwoch mit. Im Februar hatte der monatliche Anstieg 0,3 Prozent betragen.

HB WASHINGTON. Auch die so genannte Kernrate, die schwankungsanfällige Energie- und Lebensmittelpreise ausklammert, war mit 0,4 Prozent nach 0,2 Prozent im Februar höher als von Analysten vorausgesagt. Es ist der stärkste Anstieg in fast zweieinhalb Jahren. Ökonomen an der Wall Street hatten insgesamt einen Preisauftrieb von 0,3 Prozent und eine Kernrate von nur 0,2 Prozent erwartet. Die jährliche Inflationsrate betrug wie im Februar 1,7 Prozent.

Die bisher maßvolle Teuerung hatte es der Notenbank Fed erlaubt, die Leitzinsen auf dem historisch niedrigen Stand von 1,0 Prozent zu belassen. Vor der Bekanntgabe der Inflationsrate für März hatten aber bereits positive Arbeitsmarktzahlen - die Schaffung von über 300 000 neuen Arbeitsplätze im März - und starke Einzelhandelsumsätze im selben Monat Spekulationen über eine Zinserhöhung im Sommer angefacht. Es wäre die erste Anhebung seit Juni 2003.

Das Handelsbilanzdefizit der USA betrug im Februar nach vorläufigen Berechnungen 42,09 Mrd.$ und ist damit etwas geringer ausgefallen als erwartet. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten im Durchschnitt ihrer Prognosen mit einem Passivsaldo von 42,5 Mrd.$ gerechnet. Wie das US-Handelsministerium am Mittwoch weiter berichtete, betrug das Defizit im Januar 43,46 Mrd.$, nachdem vorläufig ein Minus von 43,1 Mrd.$ genannt worden war.

Die Exporte wiesen den Angaben zufolge im Februar einen Anstieg um 4,0% auf 92,37 Mrd.$ (Vormonat revidiert: 88,82) auf, während die Importe um 1,6% auf 134,45 Mrd.$ (132,28) stiegen.

Im bilateralen Handel reduzierte sich das US-Defizit gegenüber China im Februar und belief sich auf 8,281 Mrd.$ nach minus 11,477 Mrd.$ im Januar. Gegenüber Japan wurde ein Passivsaldo von 6,052 mrd.$ (Januar: minus 5,252) verzeichnet, gegenüber den Ländern der Europäischen Union ein Passivum von 7,358 Mrd.$ (minus 5,940). Im Handel mit Deutschland wurde ein US-Defizit in Höhe von 3,476 Mrd.$ (minus 2,796) gemeldet.

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