Handelsbilanzdefizit
USA verzeichnet Rekordrückgang bei Importen

Das Außenhandelsdefizit der USA ist wegen stark gesunkener Importe im September stärker geschrumpft als erwartet. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stieg in der abgelaufenen Woche auf den höchsten Stand seit sieben Jahren.

HB WASHINGTON. Die Differenz zwischen Exporten und Importen sank auf 56,5 Milliarden Dollar, wie das US-Handelsministerium am Donnerstag mitteilte. Experten hatten mit einem Fehlbetrag von 57 Milliarden Dollar gerechnet. Im August betrug das Defizit noch 59,1 Milliarden Dollar. Die Einfuhren gingen im September um den Rekordwert von 5,6 Prozent auf 212 Milliarden Dollar zurück. Die US-Exporteure verkauften Waren und Dienstleistungen im Wert von 155 Milliarden Dollar ins Ausland und damit sechs Prozent weniger als im Vormonat. Das war der stärkste Rückgang seit September 2001.

Das US-Handelsbilanzdefizit wird an den Märkten mit großer Aufmerksamkeit beobachtet. Weil die USA mehr konsumieren als sie produzieren, muss die Lücke durch massive Kapitalzuflüsse aus dem Ausland geschlossen werden. Bleiben diese aus, droht eine Dollar-Abwertung mit entsprechenden Auswirkungen für die Weltwirtschaft.

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfesei um 32 000 auf 516 000 geklettert, teilte das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mit. Volkswirte hatten zuvor nur mit 482 000 Anträgen gerechnet. Der Wert der Vorwoche wurde von 481 000 auf 484 000 revidiert. Im aussagekräftigeren Vierwochendurchschnitt erhöhte sich die Zahl der Erstanträge um 13 250 auf 491 000. Das ist der höchste Wert seit März 1991.

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