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OECD-Forderung nach Zinssenkung findet Unterstützung

Namhafte Geldpolitik-Experten aus privaten Banken, Hochschulen und Forschungsinstituten unterstützen nach einem Bericht des Handelsblatts die Forderung der OECD nach einer Senkung der Leitzinsen im Euro-Raum.

HB FRANKFURT. „Wegen der anhaltenden Schwäche der Konjunktur im größten Teil des Euro-Raums schließe ich mich den Zinssenkungsbefürwortern an“, sagt Ifo-Konjunkturexperte Gernot Nerb. Als Grund für sein Votum nennt er außerdem die Ergebnisse der monatlichen Ifo-Umfrage zum Geschäftsklima. „Diese hat einen weiteren deutlichen Rückgang der Preiserwartungen der Unternehmen für die nächsten drei Monate gezeigt“, sagt Nerb.

Auch der Chefvolkswirt der Investmentbank Lehman Brothers, John Llewellyn sowie der scheidende Europa-Chefvolkswirt von Goldman Sachs, David Walton, befürworten eine Zinssenkung durch die EZB, die am Donnerstag dieser Woche über ihre künftige Zinspolitik entscheidet. „Eine Politik der Nachfragestabilisierung sollte die Strukturreformen auf Arbeitsmarkt und in den Sozialsystemen begleiten“, sagte Walton, der in den geldpolitischen Rat der Bank von England berufen worden ist.

Unter den akademischen Geldpolitikexperten schlossen sich der belgische Ökonomieprofessor und Senator Paul De Grauwe, Francesco Giavazzi von der Mailänder Bocconi-Universität, der Genfer Ökonom Charles Wyplos und Philip Lane vom Trinity College Dublin der Forderung der OECD an.

Für die EZB ist eine Zinssenkung nach den Worten ihres Präsidenten Jean-Claude Trichet keine Option.

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