Eurokonjunktur April
Wirtschaft wächst im Herbst robust weiter

Der Aufschwung in der Euro-Zone wird sich nach der Jahresmitte vermutlich zunächst nicht weiter verstärken. Dies sagt jedenfalls der Handelsblatt-Eurokonjunktur-Indikator im April voraus. Seine erste vorläufige Prognose für das dritte Quartal liegt wie die Voraussage für das zweite Quartal bei 2,5 Prozent Wachstum in gleitender Jahresrate.

DÜSSELDORF. Ulrich van Suntum, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Münster, wertet dies als „Konsolidierung des Wachstumspfads auf relativ hohem Niveau“. Ein höheres Wachstum sei zuletzt im Jahr 2000 mit 3,8 Prozent erreicht worden, betont er. Van Suntum hat den Eurokonjunktur-Indikator für das Handelsblatt entwickelt und berechnet ihn monatlich.

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Für das dritte Quartal zeigt die prognostizierte Rate die Veränderung des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von Oktober 2005 bis September 2006 gegenüber den vorherigen vier Quartalen an. Der Handelsblatt-Indikator hat das Ziel, frühzeitig konjunkturelle Wendepunkte zu erkennen und läuft der tatsächlichen Entwicklung der Gesamtwirtschaft etwa ein Vierteljahr voraus.

Im Gesamtjahr 2005 war das BIP in der Währungsunion nach den vom Statistikamt Eurostat vorgelegten Zahlen arbeitstäglich bereinigt um 1,4 Prozent gestiegen. Es blieb damit nur knapp unter der Indikatorprognose von 1,5 Prozent. Dem Handelsblatt-Indikator zufolge dürfte sich das Wachstum in gleitender Rate im ersten und zweiten Quartal auf 2,1 bzw. 2,5 Prozent beschleunigen.

Die in den Indikator einfließenden Einzelwerte zeigten zuletzt ein eher gemischtes Bild. So hat das Vertrauen der Industrie zum vierten Mal in Folge zugenommen, während sich das Verbrauchervertrauen wieder leicht eintrübte. Die Industrieproduktion stabilisierte sich auf hohem Niveau, die entsprechenden Auftragseingänge nahmen dagegen ab.

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