Eurokonjunktur August
Trübe Aussichten für die Euro-Zone

Die Wachstumsperspektiven der Euro-Zone haben sich weiter getrübt. Das signalisiert der Rückgang des Handelsblatt-Eurokonjunktur-Indikators im August. Das Barometer prognostiziert für das laufende Jahr jetzt nur noch ein Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,4 Prozent. Im Juli lag die Schätzung noch um 0,1 Prozentpunkte höher.

pbp DÜSSELDORF. Damit stimmt die Prognose des Indikators nun exakt mit der Schätzung der sechs führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute in ihrem Frühjahrsgutachten überein. Etwas pessimistischer ist dagegen die Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) mit 1,3 Prozent.

„Es zeichnet sich ein im Verlauf dieses Jahres nachlassender Wachstumstrend ab“, sagt Ulrich van Suntum, Ökonomie-Professor an der Universität in Münster. Er hat den Indikator entwickelt und berechnet ihn monatlich. „Es gibt wenig Hoffnung auf eine konjunkturelle Wende noch in diesem Jahr“, sagt van Suntum. Mit dieser Meinung ist er deutlich pessimistischer als die Mehrzahl der Konjunkturprognostiker. Sowohl die Konjunkturexperten der Wirtschaftsforschungsinstitute als auch Volkswirte der Banken erwarten mehrheitlich, dass die Wachstumsdynamik im zweiten Halbjahr zunehmen wird.

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Ihre Prognosen liegen ungefähr auf dem Niveau der EU-Kommission. Diese rechnet für das dritte Quartal mit einem BIP-Zuwachs von 0,2 bis 0,6 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Im vierten Quartal erwartet sie eine Beschleunigung auf 0,4 bis 0,8 Prozent. Im ersten Vierteljahr war das BIP in Euroland um 0,5 Prozent gestiegen, von April bis Juni um 0,3 Prozent.

Der Handelsblatt-Eurokonjunktur-Indikator prognostiziert jetzt für das vierte Quartal 2004 ein Wachstum von 1,4 Prozent – in gleitender Jahresrate. Das ist die Veränderung des BIP-Wachstums in den vergangenen vier Quartalen gegenüber den vorherigen vier. Für die Prognose wird diese Rate verwendet, weil sie weniger stark schwankt als die sonst übliche Wachstumsrate im Quartalsvergleich. Die endgültige Prognose für das Wachstum im vierten Quartal – und damit für das Gesamtjahr 2005 – liefert der Handelsblatt-Eurokonjunktur-Indikator erst im September.

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