Eurokonjunktur Juli
Euro-Raum legt 2006 kräftig zu

Der Handelsblatt-Eurokonjunktur-Indikator signalisiert, dass sich die guten Stimmungswerte auch in der Realität niederschlagen. Das Industrievertrauen verbesserte sich im Juni zum siebten Mal in Folge.

doh DÜSSELDORF. Die Wirtschaft in der Euro-Zone läuft in diesem Jahr rund. Im Gesamtjahr 2006 dürfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im gesamten Währungsgebiet um 2,5 Prozent zulegen. Das ist die vorläufige Schätzung des Handelsblatt-Eurokonjunktur-Indikators für das vierte Quartal, die der für das Gesamtjahr gleicht. Die Vorhersage bezieht sich auf die gleitende Jahresrate des realen BIP. Sie entspricht dem Zuwachs der jeweils letzten vier Quartale gegenüber dem entsprechenden Zeitraum davor. Im vierten Quartal gleicht sie der Jahreswachstumsrate.

Der Indikator signalisiert, dass sich das Wirtschaftswachstum nach prognostizierten 2,1 Prozent für das zweite Vierteljahr und 2,3 Prozent für das dritte Quartal bis zum Ende des laufenden Jahres noch beschleunigen wird.

Zuletzt hatten vor allem die Stimmungsindikatoren darauf hingedeutet, dass sich der Wirtschaftsaufschwung in der Euro-Zone selbsttragend entwickelt. Das Industrievertrauen verbesserte sich im Juni zum siebten Mal in Folge. Das Verbrauchervertrauen stagnierte dagegen zuletzt zwar; zeitgleich kletterte aber das Vertrauen der Einzelhandelsunternehmen in der Euro-Zone, was darauf hindeutet, dass sich der Konsum belebt.

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„Dafür spricht auch, dass die Konsumenten mehrheitlich eine Verringerung der Arbeitslosigkeit in den kommenden zwölf Monaten erwarten“, meint der Münsteraner Ökonom Ulrich van Suntum, der den Indikator entwickelt hat und monatlich für das Handelsblatt berechnet. Allerdings seien auch die Inflationserwartungen gestiegen – sowohl bei den Verbrauchern als auch in der Industrie.

Die harten Fakten relativieren die gute Stimmung allerdings etwas: „Auf den ersten Blick scheinen sich die Anzeichen zu mehren, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen“, sagt van Suntum. Sowohl die Industrieproduktion als auch die Auftragseingänge der Industrie seien zuletzt gesunken.

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