Eurokonjunktur März
Positive Aussichten für Euro-Wirtschaft

Die Euro-Zone wird im laufenden Jahr einen wirtschaftlichen Aufschwung erleben. Das sagt der Handelsblatt-Eurokonjunktur-Indikator eindeutig vorher. Das Barometer hat sich im März nochmals sprunghaft gegenüber Februar verbessert.

DÜSSELDORF. Für die Zeit von April bis Juni prognostiziert der Indikator nun einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 2,5 Prozent in gleitender Jahresrate, für Januar bis März um 2,1 Prozent. Die gleitende Jahresrate gibt die Veränderung des realen Bruttoinlandsprodukts in den vergangenen vier gegenüber den vorherigen vier Quartalen an.

„Damit zeichnet sich eine deutliche Beschleunigung des Wachstums im zweiten Halbjahr ab“, analysiert Ulrich van Suntum, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Münster. Er hat den Eurokonjunkturindikator für das Handelsblatt entwickelt und berechnet ihn monatlich. Für 2005 hatte der Ökonom ein Wirtschaftswachstum im Währungsgebiet von 1,5 Prozent vorhergesagt und damit sehr gut gelegen: Die Wirtschaft in der Euro-Zone legte letztes Jahr um 1,4 Prozent zu.

Anlass zur Zuversicht für das laufende Jahr geben Ökonom van Suntum die in den Handelsblatt-Indikator einfließenden Einzelgrößen. Zuletzt haben sich alle bis auf das leicht rückläufige Geldmengenwachstum verbessert.

Das Konsumentenvertrauen, das knapp ein Viertel des Handelsblatt-Indikators ausmacht, besserte sich im Februar im Vergleich zum Vormonat und bleibt weiterhin auf Erholungskurs. Auch das Vertrauen der Industrie hat sich zur gleichen Zeit noch gestärkt. Die „harten Daten“, die Industrieproduktion ebenso wie Auftragseingänge, sind zudem weiter gestiegen. Vertrauen erweckt habe dabei vor allem die „sehr stetige Aufwärtsentwicklung der Industrienachfrage“, sagt van Suntum.

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