Eurokonjunktur Mai
Keine Schwächeanzeichen in der Euro-Zone

Noch zeigt sich die Konjunktur im Euro-Raum unbeeindruckt von der Iran-Krise, steigendem Ölpreis und höherem Euro-Kurs. Das signalisiert der Handelsblatt-Eurokonjunktur-Indikator im Mai. Für ein kräftige Wachstum ist vor allem das verarbeitende Gewerbe verantwortlich.

ari DÜSSELDORF. Handelsblatt-Eurokonjunktur-Indikator prognostiziert für das zweite und dritte Quartal jeweils ein Wachstum von 2,6 Prozent in gleitender Jahresrate – jeweils einen Zehntelpunkt mehr als vor einem Monat. Im ersten Quartal dürfte dem Indikator zufolge das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in gleitender Rate um 2,1 Prozent gestiegen sein. Eine erste Schätzung für das Wachstum von Januar bis März veröffentlicht das Statistikamt Eurostat am 11. Mai.

Der Handelsblatt-Indikator hat das Ziel, frühzeitig konjunkturelle Wendepunkte zu erkennen und läuft der tatsächlichen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung etwa ein Vierteljahr voraus. Die gleitende Jahresrate ist die Veränderung des realen BIP in den vergangenen vier gegenüber den vorherigen vier Quartalen. Im Schlussquartal ist die gleitende Rate identisch mit dem Wirtschaftswachstum im Gesamtjahr.

Für 2006 veranschlagen die sechs führenden Wirtschaftsforschungsinstitute das Wachstum in der Euro-Zone in ihrem gemeinsamen Frühjahrsgutachten auf 2,1 Prozent nach 1,4 Prozent im Jahr 2005. Ulrich van Suntum, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Münster, hält die Prognose der Institute für „eher konservativ“. Van Suntum hat den Eurokonjunktur-Indikator für das Handelsblatt entwickelt und berechnet ihn monatlich. Auch wenn der Handelsblatt-Indikator erst in zwei Monaten eine erste Prognose für das vierte Quartal und damit das Gesamtjahr 2006 liefert, zeigt seine bisherige Entwicklung, dass er in der Grundtendenz etwas optimistischer ist als das Frühjahrsgutachten.

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