Frühindikator August
Konjunkturwende zum Jahreswechsel

Die Perspektiven für die deutsche Konjunktur haben sich aufgehellt. Weil zuletzt fast ausschließlich positive Konjunkturdaten veröffentlicht wurden, ist der Handelsblatt-Frühindikator gestiegen. Er prognostiziert nun für das laufende Jahr eine Wachstumsrate von 0,7 Prozent. Im August lag die Prognose noch 0,2 Prozentpunkte niedriger.

pbp/HB DÜSSELDORF. „Endlich gibt es klare Signale für eine Konjunkturwende“, sagt Ulrich van Suntum, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität in Münster. Er hat den Indikator entwickelt und berechnet ihn monatlich. Die am Dienstag veröffentlichten Daten für die Auftragseingänge im verarbeitenden Gewerbe bestätigten van Suntums Prognose: Die Bestellungen stiegen preis- und saisonbereinigt um 3,7 Prozent gegenüber dem Vormonat. Das war der dritte Anstieg in Folge. Die aktuellen Werte sind allerdings noch nicht in den Frühindikator eingeflossen.

Van Suntum zufolge braucht es trotz der positiven Signale noch etwas Geduld: Die Talsohle werde voraussichtlich im vierten Quartal dieses Jahres erreicht – Anfang 2006 werde es mit der Konjunktur dann wieder aufwärts gehen. Die Wachstumsprognose des Frühindikators für dieses Jahr liegt nun auf dem Niveau der Vorhersage der sechs führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute in ihrem gemeinsamen Herbstgutachten. Die Bundesregierung rechnet dagegen mit einem Wachstum von einem Prozent.

>>Tabellen Gesamtdeutscher Frühindikator

>>Tabellen und Grafik Konjunkturbarometer Ost

Die Wachstumsdynamik in Ostdeutschland wird in diesem Jahr der Prognose des Handelsblatt-Frühindikators zufolge nur geringfügig hinter der in Westdeutschland zurückbleiben: Das Barometer signalisiert einen Zuwachs um 0,6 Prozent.

Im vergangenen Jahr war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im gesamten deutschen Bundesgebiet um 1,6 Prozent gewachsen. Die Dynamik war allerdings durch die größere Anzahl von Arbeitstagen überzeichnet. Zudem hatte das Wachstum in der zweiten Jahreshälfte bereits deutlich nachgelassen. Einen weiteren Schwächeanfall erlitt die deutsche Konjunktur im Frühjahr dieses Jahres.

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