Frühindikator Februar: Aufschwung gewinnt an Tempo

Frühindikator Februar
Aufschwung gewinnt an Tempo

Die Konjunktur in Deutschland kommt bis zur Jahresmitte mehr und mehr in Fahrt. Das signalisiert der Handelsblatt-Frühindikator im Februar. Er stieg auf 1,7 Prozent und sagt mit seiner zweiten vorläufigen Prognose für das zweite Quartal jetzt eine Wachstumsbeschleunigung voraus. Im Januar lag die erste Prognose für das zweite Quartal noch 0,2 Prozentpunkte niedriger. In den ersten drei Monaten ist nach dem Frühindikator ein Wachstum in gleitender Jahresrate von 1,5 Prozent zu erwarten.

ari DÜSSELDORF. Noch deutlicher wird der schwungvolle Start ins neue Jahr, wenn man die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Vorjahr betrachtet. 2005 ist das deutsche reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes nur um 0,9 Prozent gestiegen. Dies hat der Handelsblatt-Frühindikator mit seiner Prognose für das Schlussquartal – sie ist in gleitender Rate identisch mit dem Wachstum im Gesamtjahr – exakt vorausgesagt.

Auch in Ostdeutschland zeichnet sich eine spürbare Erholung ab. Das Handelsblatt-Konjunkturbarometer für die neuen Länder ist ebenfalls kräftig gestiegen. Für das ostdeutsche BIP sagt es jetzt im zweiten Quartal einen Anstieg in gleitender Rate von 1,9 Prozent nach 1,6 Prozent im ersten Vierteljahr und vermutlich 0,8 Prozent Wachstum im Jahr 2005 voraus. „Damit zeichnet sich im ersten Halbjahr 2006 ein echter Aufschwung in Deutschland ab“, kommentiert Ulrich van Suntum die Entwicklung der beiden Handelsblatt-Indikatoren. Der Ökonomie-Professor an der Universität Münster hat beide Indikatoren entwickelt und berechnet sie monatlich.

Gesamtdeutscher Frühindikator: >>Tabelle

Konjunkturbarometer Ost: >>Tabelle

Seiner Einschätzung nach kann man auch der weiteren Konjunkturentwicklung zuversichtlich entgegensehen. Voraussichtlich werde die – bewusst konservative – Jahresprognose der Bundesregierung von 1,4 Prozent „locker überschritten“. Es sehe alles danach aus, „dass die lange Durststrecke der deutschen Wirtschaft in diesem Jahr überwunden werden kann“, sagt van Suntum.

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