Handelsblatt-Eurokonjunktur-Indikator signalisiert schwache zweite Jahreshälfte
Euro-Konjunktur flaut im Sommer ab

In der zweiten Jahreshälfte dürfte die Konjunktur-Erholung in der Euro-Zone an Schwung verlieren. Dafür spricht der Rückgang des Handelsblatt- Eurokonjunktur-Indikators im April. Nachdem das Barometer im März stagnierte, ist es nun zum ersten Mal seit fünf Monaten leicht gesunken.

pbs/HB DÜSSELDORF. Der Frühindikator läuft der tatsächlichen Knjunktur-Entwicklung um etwa drei Monate voraus und signalisiert somit für Juli eine schwächere Dynamik. Im zweiten Quartal dürfte sich das Wachstum dagegen deutlich beschleunigen.

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Der Rückgang des Indikators spricht allerdings nicht für ein abruptes Ende der Erholung. „Ich rechne nicht mit einem Rückschlag“, sagt Ulrich van Suntum, Ökonomie-Professor aus Münster. Er hat den Frühindikator für das Handelsblatt entwickelt und berechnet ihn monatlich. Gegen ein Abtauchen der Wachstumsrate spreche, dass der Euro zuletzt wieder etwas an Wert gegenüber dem US-Dollar verloren hat. Das erhöht die preisliche Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmer am Weltmarkt. Außerdem ziehe die Weltkonjunktur weiter an.

Der Eurokonjunktur-Indikator signalisiert für Juli ein Wachstum von 1,5 % in gleitender Jahresrate. Das ist die Veränderung in den vergangenen vier gegenüber den vorherigen vier Quartalen. Im Gesamtjahr 2004 werde das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) in der Euro-Zone um 1,8 % wachsen, ist van Suntum zuversichtlich. Damit würde sich die Prognose des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung erfüllen. Die EU-Kommission rechnet mit einem Zuwachs von 1,7 % in diesem und 2,3 % im kommenden Jahr.

Nach einem relativ schwachen Start ins neue Jahr dürfte vor allem das zweite Quartal gut laufen, zeigt der Eurokonjunktur-Indikator. Für den Zeitraum von April bis Juni zeigt er ein Wachstum von 1,7 % in gleitender Jahresrate an. So gut lief die Konjunktur zuletzt im vierten Quartal 2001. In der zweiten Jahreshälfte 2004 dürfte die Dynamik allerdings wieder nachlassen.

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