Handelsblatt-Indikatoren
Handelsblatt-Frühindikator erneut schwächer

Alle reden vom Aufschwung, die Institute korrigieren ihre Prognosen für 2004 nach oben – aber die aktuellen Konjunkturdaten bieten derzeit bestenfalls das Bild einer Stagnation. Der Handelsblatt-Frühindikator deutet ebenfalls auf keine Konjunkturbelebung im zweiten Halbjahr hin.

HB DÜSSELDORF. Im Oktober ist er zum zweiten mal in Folge gesunken und signalisiert mit 0,5% eine weitere Abschwächung des aktuellen Wachstumstrends um den Jahreswechsel herum. Zwar hat das reale BIP im ersten Halbjahr in Gesamtdeutschland um 1,8% über dem entsprechenden Vorjahresstand gelegen, wie die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung für die Bundesländer ergeben hat. Der Schwung des ersten Halbjahres ist aber dahin. So halten die Auftragseingänge im verarbeitenden Gewerbe seit dem Frühjahr nur noch mühsam ihr Niveau, im Baugewerbe sind sie unverändert abwärt gerichtet. Wie schlecht es um den Einzelhandel derzeit steht, ist mit den aktuellen Problemen des Karstadt-Konzerns erneut augenfällig geworden. Die Umsatzentwicklung im gesamtdeutschen Einzelhandel lag im bisherigen Jahresverlauf nochmals deutlich unter dem ohnehin schlechten Vorjahresniveau, und Besserung scheint trotz der etwas günstigeren Entwicklung im August nicht in Sicht.

Gesamtdeutscher Frühindikator: >>Tabellen

Konjunkturbarometer Ost: >>Tabellen

(Anmerklung der Redaktion: Im HB-Frühindikatortabellen sind die Ifo-Geschäftserwartungen im gesamtdeutschen verarbeitenden Gewerbe o h n e Ernährungsgewerbe enthalten. Diese sind nämlich im Gegensatz zu den Erwartungen des gesamten verarbeitenden Gewerbes zuletzt gestiegen.)

Entsprechend stark haben sich inzwischen auch wieder die Erwartungen der Unternehmen und der Finanzmarktmanager eingetrübt. Einzig der Export sorgt noch für Zuversicht, auf die Binnenkonjunktur setzt dagegen kaum noch jemand einen Pfifferling. Die Hoffnung, dass der Funke vom Export auf die Inlandsnachfrage überspringt, wird durch den hohen Ölpreis und die allmählich schon wieder nachlassende Weltkonjunktur jeden Tag geringer. Die schlechte Arbeitsmarktlage in Deutschland ist ebenfalls nicht dazu geeignet, für Konsumimpulse zu sorgen.

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