Handelsblatt stellt vor
Die Köpfe hinter dem Wirtschaftsgutachten

In ihrem Herbstgutachten, das am Dienstag vormittag offiziell vorgestellt wird, stellen die sechs führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute Institute wieder eine Prognose für Deutschland in Aussicht. Doch wer steckt eigentlich hinter diesem Gutachten. Das Handelsblatt stellt die Personen und Institute genauer vor.

Die Autoren: Sie schreiben die 108. Gemeinschaftsdiagnose: Gustav Horn vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), der in diesem Herbst zum letzten Mal dabei ist – sein Vertrag beim DIW wurde nicht verlängert. Roland Döhrn vom Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung in Essen (RWI), Eckhardt Wohlers vom Hamburgischen Welt-Wirtschafts-Archiv (HWWA), Joachim Scheide vom Institut für Weltwirtschaft in Kiel (IfW), Gebhard Flaig vom Ifo Institut für Wirtschaftsforschung in München und Udo Ludwig vom Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH).

Die Institute: DIW, RWI, Ifo und IfW waren schon 1950 mit dabei, das HWWA kam 1952 und das IWH nach der Wiedervereinigung hinzu. Offen ist noch, ob das HWWA ab 2006 weiter dabei ist – es scheidet dann aus der Wissenschaftsgemeinschaft Leibniz aus und wird nur als deutlich kleineres Institut weiter bestehen.

Die Legenden: Zahlreiche Ökonomen, die ihre Zunft prägten, schrieben an den Gutachten mit. Helmut Schlesinger war im Winter 1950 dabei, als „wir armen Leute aus dem Ifo Institut alle zusammen in einem VW-Lieferwagen ohne Heizung in der Dezemberkälte von München nach Berlin fuhren“. Später wurde er Bundesbank-Präsident. Berüchtigt für ihren lebhaften Debattierstil waren Heiner Flassbeck, der von 1990 bis 1998 das DIW bei der Gemeinschaftsdiagnose vertrat und danach Staatssekretär von Oskar Lafontaine im Bundesfinanzministerium wurde, und Norbert Walter, der es vom Kieler IfW zum Chefvolkswirt der Deutschen Bank brachte.

Die Prognose: Wie schon jetzt durchgesickert ist, rechnen die Institute für 2004 mit 1,8 Prozent Wachstum, für 2005 wird wie bereits im Frühjahr ein Plus von 1,5 Prozent erwartet.

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