Handelsdefizit
Importe aus Russland steigen rasant

Das deutsche Defizit im Handel mit Russland ist bereits in den ersten sechs Monaten 2006 größer als im gesamten Vorjahr. Grund: die stark gestiegenen Rohstoffpreise.

HB BERLIN. Der Wert der aus Russland importierten Waren übertraf den Wert der deutschen Exporte in dieses Land im ersten Halbjahr um sechs Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt auf Basis vorläufiger Berechnungen mitteilte. Im Gesamtjahr 2005 hatte das Handelsdefizit 4,3 Milliarden Euro betragen, 2004 waren es 1,3 Milliarden Euro.

Durch die stark gestiegenen Einfuhrpreise von Erdöl und Erdgas nahmen die Importe dieser Rohstoffe um 58 Prozent zum ersten Halbjahr 2005 zu, obwohl sie mengenmäßig nur elf Prozent stiegen. Erdöl und Erdgas machen mehr als drei Viertel der Importe aus Russland aus. Im ersten Halbjahr führte Deutschland Waren im Wert von 15,6 Milliarden Euro aus Russland ein. Das ist ein Plus von 50 Prozent zum gleichen Zeitraum des Vorjahres. Russland lag im vergangenen Jahr in der deutschen Importstatistik auf Rang zehn.

Die deutschen Ausfuhren nach Russland legten im ersten Halbjahr um 25 Prozent auf 9,6 Milliarden Euro zu. Gefragt waren vor allem Maschinen, Kraftwagen und Kraftwagenteile sowie chemische Produkte „Made in Germany“.

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