Hans Eichel kann aufatmen
Wie Eichel doch noch ein Coup gelang

Erleichtertes Aufatmen war am Mittwoch auf den Fluren des Bundesfinanzministeriums zu hören. „Ist doch gut gelaufen“, kommentierten enge Mitarbeiter von Bundesfinanzminister Hans Eichel ihren Coup. Nach den Wochen der Welteke-Affäre und des Konflikts mit der Bundesbank hatten Bundeskanzler Gerhard Schröder, Eichel und Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (alle SPD) mit Axel Weber doch noch einen unabhängigen Kandidaten gefunden.

HB BERLIN. So unabhängig, dass ihn auch die Union sofort akzeptierte und Abstand nahm vom Untersuchungsausschuss im Bundestag. Dem Finanzministerium war das nur recht: „Das hätte nur wochenlange Negativschlagzeilen für Eichel und für die Bundesbank bedeutet“, sagte ein Insider.

Direkt nach dem Welteke-Rücktritt hatten Schröder, Eichel und Clement verabredet, nach Kandidaten ohne Parteibindung zu suchen. Die anfängliche Favoritin Ingrid Matthäus-Meier hatte da bereits abgesagt. Am Wochenende saß Eichel mit seinem engsten Kreis im Finanzministerium zusammen: dem Leiter seines Leitungsstabs, Werner Gatzer, dem persönlichen Referenten Gerhardt, dem Berater Klaus-Peter Schmidt-Deguelle und dem Abteilungsleiter Finanzmarkt- und Währungspolitik, Jörg Asmussen. Außerdem wurde viel telefoniert, etwa mit Asmussens Vorgänger Axel Nawrath, der heute Direktor der Deutschen Börse AG ist und zeitweise auch im Gespräch war.

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