Harvard-Professor

Rogoff warnt vor Run auf südeuropäische Banken

Staatsschulden-Experte Ken Rogoff fürchtet, dass Sparer ihre Konten in Südeuropa leeren. Deutschland müsse auf strenge Regeln achten, um nicht „noch in hundert Jahren für Süditalien zu zahlen“.
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Kenneth Rogoff von der Harvard University. Quelle: dpa

Kenneth Rogoff von der Harvard University.

(Foto: dpa)

Der Harvard-Professor Kenneth Rogoff hat in einem Interview mit dem Handelsblatt (Donnerstagsausgabe) vor einem Run auf südeuropäische Banken gewarnt. Die Gefahr, dass die Sparer dort ihre Konten leerten und das Geld in sichere Länder wie Deutschland überwiesen, sei aktuell das größte Risiko für die Euro-Zone, sagte der ehemalige Chefvolkswirt des Internationalen Währungsfonds, der als einer der weltweit führenden Experten für Staatsverschuldung gilt.

Was die Euro-Zone brauche, sei eine enge fiskalische Union, und das schnell. "Die Euro-Zone muss eine Evolution, die eigentlich eine Generation gedauert hätte, im Zeitraffer durchlaufen", sagte Rogoff. Deutschland müsse dabei auf strenge Regeln achten, um nicht "noch in hundert Jahren für Süditalien zu zahlen".
Eine Umschuldung einzelner Euro-Staaten dürfe kein Tabu sein, sagte der Autor des Wirtschafts-Bestsellers "Dieses Mal ist alles anders". Die Regierungschefs der Euro-Zone müssten aufhören, unhaltbare Positionen einzunehmen und eine glaubwürdige rote Linie ziehen. Statt Klartext zu reden, hätten sie die Europäische Zentralbank für die Rettung der Krisenländer eingespannt und damit ihre Glaubwürdigkeit schwer beschädigt.

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  • Warum sollten die Sparer ihr Geld nicht bei den Banken abziehen? If you panic, panic first!
    Wer zuletzt kommt, bekommt wahrscheinlich nichts mehr.

    So wie dieses Europa zusammen geschustert wurde, muss und soll es kaputt gehen. Wir deutschen Steuerzahler sind es leid, für die Verluste der Banken zu haften. Und die Steuerzahler in den anderen Ländern werden genauso denken!

    Weg mit dem Euro, weg mit dieser überbürokratischen sozialistischen Krake der EU!

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