Herbstgutachten: Defizitquote 2006 bei 3,1 Prozent
Maastricht-Kriterium dürfte erneut verfehlt werden

Die Europäische Zentralbank wird nach Einschätzung der sechs führenden Wirtschaftsforschungsinstitute im kommenden Jahr ihren Leitzins um 50 Basispunkte auf dann 2,5 Prozent erhöhen.

HB DÜSSELDORF. Weiter nehmen die Institute in ihrem Herbstgutachten an, dass der Ölpreis sich 2006 um das derzeitige Niveau von 60 Dollar bewegt, hieß es in dem Gutachten, das Reuters am Mittwoch in Auszügen vorlag. Eine weitere Annahme für die Prognose ist ein Euro-Wechselkurs von 1,20 Dollar im kommenden Jahr. Auf Basis dieser Annahmen prognostizieren die Institute für 2006 ein Wirtschaftswachstum von 1,2 Prozent nach 0,8 Prozent in diesem Jahr. Dabei werde die Zahl der Arbeitslosen auf 4,755 von 4,875 Millionen sinken.

Außerdem erwarten die Wirtschaftsforschungsinstitute erwarten in ihrem Herbstgutachten für das Jahr 2006 eine Defizitquote von 3,1 Prozent. Das erfuhr das Handelsblatt aus zuverlässiger Quelle. Damit würde Deutschland das fünfte Jahr in Folge die im Maastricht-Vertrag vorgesehene Obergrenze von 3 Prozent des Bruttoinlandprodukts überschreiten. Das Gutachten wird am Donnerstag in Berlin veröffentlicht. In ihrem Frühjahrsgutachten hatten die Institute für dieses Jahr ein Wachstum von 0,7 und für 2006 von 1,5 Prozent prognostiziert.

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