Herbstgutachten Deutschland kommt knapp an der Rezession vorbei

Die vier führenden Wirtschaftsinstitute rechnen nur im vierten Quartal 2011 mit einer schrumpfenden Wirtschaftsleistung. Bereits für den Anfang des nächsten Jahres hält das Herbstgutachten positive Nachrichten bereit.
Update: 12.10.2011 - 11:08 Uhr 5 Kommentare
Im ersten Quartal 2012 soll die Wirtschaft wieder wachsen. Quelle: dpa

Im ersten Quartal 2012 soll die Wirtschaft wieder wachsen.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDeutschland wird nach Ansicht der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute eine Rezession in diesem Winter erspart bleiben. Lediglich im vierten Quartal 2011 werde die Wirtschaftsleistung etwas schrumpfen, erfuhr das Handelsblatt aus mit dem Herbstgutachten vertrauten Kreisen. Offiziell soll das Papier am Donnerstag vorgelegt werden.

Im ersten Quartal 2012 werde die Wirtschaft dann wieder wachsen, hieß es weiter. Ökonomen sprechen von einer Rezession, wenn die Wirtschaftsleistung zwei Quartale in Folge schrumpft.

Damit konnte sich Konsortium aus Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) und Kiel Economics mit seiner Sicht der konjunkturellen Lage nicht durchsetzen. Im Vorfeld der Gemeinschaftsdiagnose für Bundesregierung hatten IWH und Kiel Economics eine leichte Rezession im bevorstehenden Winter für Deutschland vorhergesagt, anders als andere Institute.
Grund für die insgesamt schwache Wirtschaftsentwicklung ist vor allem die Euro-Krise sowie der Sparkurs in vielen Ländern der Euro-Zone. Vermutlich dürfte der Euro-Zone als Ganzes eine Rezession nicht erspart bleiben.

Am Donerstag überreichen die vier Konsortien aus Institut für Weltwirtschaft/Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung, Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung/Institut für Höhere Studien Wien, Ifo-Institut/KOF-Zürich und IWH/Kiel Economics ihr Gutachten der Bundesregierung.

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5 Kommentare zu "Herbstgutachten: Deutschland kommt knapp an der Rezession vorbei"

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  • Ja, ja, wenn wir diese superschlauen Wirtschaftswissenschaftler nicht hätten...
    Woher haben die denn eigentlich ihre Kenntnisse?
    Sie arbeiten beamtenähnlich, haben beste Gehälter, waren nie in der Wirtschaft tätig, aber wissen alles.
    Deckt sich doch mit den ganzen Dummbatzen in der Politik.
    Ist doch toll, dass wir so "kluge" Leute haben.
    Da kann ja nichts mehr passieren

  • Laut trichet droht ja die furchtbarste "Krise" seit dem ersten punischen Krieg. -)

  • Na dann ist alles gut, hauptsache es geht uns gut!

  • Im ersten quartal wird es gleich wieder aufwärts gehen, klar doch. Die frage wäre ja nur wo die Nachfrage herkommen soll. wenn der staatlich auf Pump gesponsorte Immobiliensektor in china zu schrumpfen beginnt, dann werden wir sehen, daß diese Prognose substanzloses wunschdenken ist. Es soll nun um jeden preis verleugnet werden, daß eine Rezession kommt und daß es nichts ist mit erneutem konjunkturprogramm-sponsoring. Deutschland ist unterm strich genauso pleite wie die anderen in europa. Dabei wird uns eine rezession, auch wenn sie länger andauert, keineswegs in existenznot bringen, so wenig wie die angeblich von der Stagnation zerrütteten Japaner ( absurdes Geschwätz vom angeblichen "verlorenen Jahrzehnt") am hungertuch nagen. es geht doch nur um eines, die Finanzindustrie will immer mehr absahnen, deswegen werden hier die idiotischsten aktivitäten von der gekauften Politik abgehalten. wenn die deutsche Hochjubelkonjunktur angeblich nur eine kleine delle bekommen wird, warum rennen sie dann plötzlich alle wie in einem Hühnerhaufen herum und beschwören den grausamen konjunktur- zusammenbruch ?

  • Immer noch dieses unsinnige Klotzen auf Zahlen, das wie Thorsten Hild heute im Freitag schreibt dumm macht. Auch hier wieder eine Metapher der Ungenauigkeit. Das Ifo-Institut, aber auch andere machen uns mit ihren Modellrechnungen permanent weis, sie wüssten etwas Genaues. Tatsache ist, dass diese Kaffeesatzleserei durch die Wirklichkeit noch immer widerlegt wurde. Was bleibt ist die Klammerung der Protagonisten an das Approximative. Mit allerlei Hilfswerk wird dann an den Stellschrauben solange herumgedreht, bis der Blindflug passt. Anstatt den Notwendigkeiten ins Auge zu sehen versteigen sich diese öonomischen Wahrsager zu immer neuen Kakofonien. Dass das Dilemma der Eurokrise maßgeblich durch deutsche Leistungsbilanzüberschüsse mit hervorgerufen wurde, wird weiterhin ausgeblendet, weil nicht sein kann,was nicht sein darf. Was Not tut ist, dass Konjunkturprognosen sich endlich wieder an wirtschaftspolitischen Zielen orientieren und nicht an interessengetriebene Schönwetterparolen.

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