Herbstgutachten für die Bundesregierung

„Deutschland durchläuft eine Wachstumsdelle“

Wirtschaftsforscher schlagen Alarm: Nach Handelsblatt-Informationen gehen sie in ihrem Herbstgutachten von deutlich geringerem Wachstum aus. Ist der Boom endgültig vorbei? Ökonomen warnen, nun in Panik zu verfallen.
Update: 08.10.2014 - 16:49 Uhr 17 Kommentare
Baustelle Konjunktur: Forschungsinstitute kappen Wachstumsprognose deutlich. Quelle: dpa

Baustelle Konjunktur: Forschungsinstitute kappen Wachstumsprognose deutlich.

(Foto: dpa)

Düsseldorf/BerlinDie führenden Wirtschaftsforschungsinstitute beurteilen die Konjunktur in Deutschland skeptischer. In ihrem Herbstgutachten gehen sie nun nur noch von 1,3 Prozent Wachstum in diesem Jahr und von 1,2 Prozent Wachstum im kommendem Jahr aus. Das erfuhr das Handelsblatt aus mit dem Gutachten vertrauten Kreisen.

Am morgigen Donnerstag wird das Konjunkturgutachten für die Bundesregierung veröffentlicht. Vor einem halben Jahr hatten die Institute noch 1,9 Prozent Wachstum für 2014 und 2,0 Prozent Wachstum für 2015 prognostiziert.

Das Herbstgutachten gilt als richtungsweisend für die neue Konjunkturprognose der Bundesregierung, die am kommenden Dienstag veröffentlicht wird. Das Gutachten wird von vier Konsortien unter Federführung von Ifo (München), DIW (Berlin), RWI (Essen) und IWH (Halle) erstellt.

Die gekappte Wachstumsprognose sollte nach Meinung von Experten noch kein Anlass für Panikmache sein. „Die Frühlingsstimmung in der Wirtschaft von Anfang des Jahres war übertrieben. Vor dem Hintergrund der geopolitischen Belastungen hat sie sich der Realität angepasst“, sagte der Chefvolkswirt der Dekabank, Ulrich Kater, dem Handelsblatt (Online-Ausgabe). Daher dürfe man jetzt „nicht in Panikmodus verfallen: es bleibt ja etwas übrig von der Erholung in Deutschland und in Europa“.

Ursprungsprognose der Institute war zu optimistisch
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17 Kommentare zu "Herbstgutachten für die Bundesregierung: „Deutschland durchläuft eine Wachstumsdelle“"

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  • SINNfreie Kaffeesatzleserei..

    ..die Vergangenheit hat gezeigt, dass diese ganze Kaffeesatzleserei verboten werden sollte. Mal trifft´s zu, mal nicht – was soll das also?

    ABER: wenn wir alle schön die Wahrsagerei-Panik weiter schüren und am besten alle auch sofort ganz ganz doll für die drohenden schlechten Zeiten sparen, bloß keine Aufträge mehr vergeben und uns auf ein absolutes Minimum beschränken, dann geht´s ganz bestimmt den Bach runter. Das ist keine Self-fulfilling-prophecy, sondern das einfache Einmaleins der Wirtschaft - dazu muss man nicht mal Wirtschaftspsychologie studiert haben.

    Sorry, normalerweise halte ich mich zurück, aber Herr Sinn und sein IFO-Institut und die auch irgendwelche Wirtschaftsweisen mit Ihren Prognosen und sind für mich völlig SINNfrei.

    Wir sollten das tun, an was wir glauben und dementsprechend unser Business nach vorne bringen, uns mit den künftigen Anforderungen und Bedürfnissen der Märkte befassen, die Rahmenbedingen (begrenzte Ressourcen und sich wandelnde Werte in der Gesellschaft) berücksichtigen, neue Ideen unsere Zukunft betreffend generieren und entsprechend agieren. Dabei können wir uns gerne Trendforschern bedienen – aber bitte nicht irgendwelche Wahrsager in die Glaskugel schauen lassen.

  • @

    >> Wir werden bestimmt nicht verlieren, wenn wir den Russen weniger verkaufen. >>

    Selten so einen Unsinn gelesen. Wer nicht verkauft, verzichtet auf Herstellung ( Arbeitsplätze )und Gewinn .

    Also verliert er.

    >> Denn Das was wir von Russlang kaufen war viel mehr wert. >>

    Das ist Richtig ! Zumal es Rohstoffe und Energieträger sind, die für unsere Produktion unentbehrlich sind und wir diese sonst NIERGENDS bekommen ( vor allem nicht zu dem Preis, den uns die Russen bieten )!

    >> Das ist eine ganz einfache Saldenrechnung. >>

    Diese Saldenrechnung können Sie Kindern im Vorschulalter vorführen....denn diese können dabei nur lachen.....!

  • Unsere Bundesregierung hat immer alles schön gemalt und nun kommt das Dilemma. Natürlich sind die politischen Entscheidungsträger maßgeblich für dieses Dilemma verantwortlich. Gespannt darf man sein, welche Ausreden wieder gefunden werden. Zudem wird man den Gürtel viel enger schnallen müssen, denn es fließen ja weit weniger Steuern in den Haushalt. Armes Deutschland.

  • Die Börse wird durch massierte Negatvimeldungen nach unten geprügelt, als manipuliert.

    Die Angsthasen, Wichtigtuer und Dampfplauderer tun ihr Übriges dabei.

    Due Rahmenbedingungen haben sich nicht wesentlich verändert, nur die Stimmung dreht.

    Kühlen Kopf bewahren.

  • Der Handelsbilanzsaldo zwischen der EU und Russland waren 2012 180 Mrd. €. Zugunsen Russlands.
    Wir werden bestimmt nicht verlieren, wenn wir den Russen weniger verkaufen. Denn Das was wir von Russlang kaufen war viel mehr wert. Die fallende Importe aus Russland werden jedenfalls mehr unserer Wirtschaft nutzen als die fehlenden exporte nach Russland schaden. Das ist eine ganz einfache Saldenrechnung.

  • Wenn man sich mit den Umständen beschäftigt sieht man, dass die meisten Probleme in Europa hausgemacht sind.
    Die Wirtschafts- und Technikfeindlichkeit sowie die absurde Bürokratie und die hohen Steuern auf alles und jeden sorgen für die fallende Wirtschaftsleistung und Leisungsfähigkeit.
    Man muss sich nur die Investitionen ansehen.
    Alleine die Absurd teure Eneirgie und die Energiewende verjagen Unternehmen regelrecht. Das hat alles nichts mit dem Euro oder der EZB zu tun. Diese versucht nur alles um die Situation abzumildern, kann aber letzendlich nicht die Aufgaben der Staaten lösen. Bei 70% Steuern auf Benzin braucht sich doch keiner zu wundern warum immer weniger ein Auto kaufen.

  • Warum hat meine S-Klasse 6 Monate Lieferzeit, Herr Zetsche?

  • Alles reine Panikmache! Ruhig bleiben u. weiter arbeiten.
    Ökonomen sind Kaffeesatzleser. Ihnen reichte es nicht für ein seriöses Studium.

  • @ Reiner Zufall

    >> 2013 betrug das Handelsvolumen von D nach R ca 36 Mrd., umgekehrt 40 Mrd. >>

    Das sind nur die "Direkten" Handelsbeziehungen.

    Wenn aus Italien eine Maschine nach Russland exportiert wird, in der z.B. 50 % Zulieferungen aus Deutschland implementiert sind, sind eben auch Deutsche Exporte nach Russland mit dabei, die aber nicht als solche erfasst werden. Der Deutsche Anteil hierbei ist ein Export nach Italien.

    Somit ist eine sehr starke Verflechtung der EU Internen-Handelsbeziehungen auch von Geschäften mit Russland abhängig.

    Aber auch alleine 40 Mrd. € Handelsbeziehungen schlagen sich enorm auf die Arbeitsplätze und unser BIP aus !

    Alleine um nicht über die 3 % Defizit zu kommen ( Maastrichtkriterien ) versucht man , das BIP zu manipulieren bzw. künstlich zu vergrößern mit Einbindung von Leistungen aus Bereichen der Prostitution, Rauschgifthandel, etc.

    Sollte Russland als Handelspartner ausfallen, kann jeder nachrechnen, wie unsere Defizite aussehen.

  • Die Welt ist ein Dorf geworden. Die Welt schaut zu, wie im sog. Westen, insbesondere in Deutschland, wirtschaftliche Stärke zu Handelskriegen (Sanktionen) mißbraucht wird.
    Die Rückgänge im Handel mit Russland sind wohl zu verschmerzen; der mittel- bis lanfristige Vertauensverlust
    weltweit wiegt schwerer.

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