Herbstprognose
DIW: Wirtschaft wird 2010 wieder wachsen

2010 wird es wieder aufwärts gehen! Diese Prognose wagt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in ihrer Herbstprognose. Allerdings betonen die Volkswirte, dass es ein großes Aber gibt. Die Belebung sei noch nicht stabil. Und auch die Arbeitslosigkeit werde steigen, wenn auch nicht so stark wie befürchtet.
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HB BERLIN. Die Wirtschaft kommt nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) im kommenden Jahr langsam wieder in Fahrt. Die Belebung sei aber noch nicht stabil, und die Zuwächse blieben bescheiden, teilten die DIW-Forscher am Montag zu ihrer Herbstprognose mit.

Das Wachstum werde bei 1,3 Prozent liegen, nach einem Einbruch von 5,1 Prozent im laufenden Jahr. „Nach einem beispiellosen Absturz der Produktion kehrt die Wirtschaft in Deutschland wieder auf einen Wachstumspfad zurück“, schrieben die Forscher. Bis die Folgen der Rezession überwunden sind, wird es aus Sicht des Berliner Instituts zudem noch lange dauern: Ende 2010 sei die Wirtschaft erst wieder auf dem Stand von Anfang 2006 angekommen.

Mit ihrer Prognose sind die Forscher des DIW aber deutlich optimistischer für das kommende Jahr als etwa der Internationale Währungsfonds, der lediglich ein Wachstum von 0,3 Prozent für möglich hält. Wachstum kommt nach Einschätzung des DIW 2010 vor allem aus dem Inland: So dürfte der Bau in Schwung kommen, zudem erwarten die Experten eine Belebung des privaten Konsums. Die Wirtschaft profitiere dabei vor allem von den staatlichen Konjunkturprogrammen. Dazu komme der Energiepreisverfall, der ebenfalls die Konjunktur ankurble. Die Investitionen dürften ebenfalls wieder anziehen, nach einem tiefen Einbruch im laufenden Jahr.

Der Außenhandel werde dagegen zur Bremse, erklärten die Experten. Einerseits werde das Wachstum der Weltwirtschaft vor allem von Zuwächsen in den asiatischen Schwellenländern getrieben, die nicht zu den Hauptabsatzgebieten deutscher Exporteure gehörten. Andererseits dürfte sich die Nachfrage nach Investitionsgütern angesichts der Unterauslastung der Kapazitäten schwach entwickeln. Die Unternehmen dürften darauf verstärkt mit dem Abbau von Arbeitsplätzen reagieren, nachdem sie bisher Stellenstreichungen durch den Einsatz der Kurzarbeit abgemildert haben.

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