Höchste Jahresteuerungsrate seit Juli 2001
Teures Öl lässt Importpreise steigen

Wegen teurerer Rohstoffe mussten deutsche Firmen im April erneut deutlich mehr als im Vormonat für Importe bezahlen.

HB WIESBADEN. Im Vergleich zum März hätten sich die Einfuhren um 0,5 % verteuert, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mit. Im Jahresvergleich hätten die Importpreise um 0,4 % höher gelegen.“Dies ist die höchste Jahresteuerungsrate seit Juli 2001“, hieß es. Analysten hatten genau mit dieser Entwicklung gerechnet. Ohne Mineralölerzeugnisse hätten sich die Importe im Monatsvergleich nur um 0,4 % verteuert und im Jahresvergleich sogar um 0,5 % verbilligt.

Der Preisanstieg bei Öl hat in Deutschland Energie und Benzin verteuert und die Inflationsrate der Haushalte im Mai auf 2,1 % und damit den höchsten Stand seit gut zwei Jahren getrieben.

Von März bis April verteuerte sich Steinkohle um zehn Prozent, Mineralölerzeugnisse um 6,5 % sowie Roheisen, Roh- und Walzstahl um 4,5 %. Billiger als im März waren hingegen Tomaten, die rund ein Viertel weniger kosteten. Eisen- und Stahlschrott war fast sieben Prozent günstiger.

Zum Vorjahr waren die Preisanstiege bei Rohstoffen noch größer: Rohkupfer kostete gut 60 % mehr, Steinkohle 40 % mehr, sowie Roheisen, Roh- und Walzstahl fast 19 % mehr. Rindfleisch verteuerte sich um 19 % und Mineralölerzeugnisse verteuerten sich um 17 %. Billiger als vor einem Jahr waren Tomaten, die mehr als 20 % günstiger waren. Erdgas kostete knapp 14 % und Geflügel rund sieben Prozent weniger. Die deutschen Exporte verteuerten sich im April den Angaben zufolge um 0,3 % zum Vormonat und um 0,2 % zum April 2003.

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