Höchste Teuerungsrate seit April 2001
Ölpreisanstieg verteuert deutsche Importe

Wegen der kräftig gestiegenen Preise für Öl und andere Rohstoffe mussten deutsche Firmen im Oktober insgesamt deutlich mehr für Waren aus dem Ausland zahlen.

HB WIESBADEN. Von September auf Oktober stiegen die Importpreise um 1,1 %, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Damit kosteten die Einfuhren 4,1 % mehr als vor einem Jahr - die höchste Teuerungsrate seit April 2001. Im September hatten sich die Importe im Jahresvergleich um 2,7 % verteuert.

Analysten hatten mit einem Anstieg der Importpreise um 0,7 % zum Vormonat und um 3,7 % zum Vorjahr gerechnet. Während ein Barrel (rund 159 Liter) der Nordsee-Ölsorte Brent Mitte September noch rund 40 Dollar gekostet hatte, war der Preis Ende Oktober auf über 50 Dollar geklettert. Ohne Mineralölerzeugnisse mussten die Firmen lediglich 0,8 % mehr für ihre Importe als im Vorjahr bezahlen.

Starke Preiserhöhungen zum Vorjahr gab es auch bei Ferrolegierungen, die sich um mehr als 83 % verteuerten. Mineralölerzeugnisse kosteten fast 60 % mehr, wobei sich Dieselkraftstoffe und leichtes Heizöl um fast 71 % verteuerten. Eisen- und Stahlschrott war fast 55 % teurer, Steinkohle rund 43 %. Billiger als vor einem Jahr waren dagegen vor allem einige Lebensmittel wie Tomaten, die gut 37 % weniger kosteten als im Oktober 2003.

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