Höher Ölpreis belastet
Ifo-Volkswirt: Schnelle US-Zinserhöhung könnte schaden

Das deutsche Wirtschaftswachstum bleibt nach den Worten von Gernot Nerb, Chefvolkswirt des Münchener Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung, fragil und könnte durch eine zu frühe Anhebung der US-Zinsen Schaden nehmen.

HB MÜNCHEN. "Wir sind noch nicht aus dem Gröbsten heraus", warnte Nerb am Montag nach Veröffentlichung eines im April überraschend gestiegenen Ifo-Geschäftsklimaindex. Hierfür brauche es mehr Anhaltspunkte dafür, dass die Binnennachfrage anziehe, sagte er CNBC. Nerb räumte ein, dass es aus US-Sicht Spielraum für eine Zinsanhebung gebe, von der er jedoch hoffe, dass sie nicht allzu früh komme.

Das Sentiment sei vor allem von dem weiterhin hohen Ölpreis und der Schwäche des Euro belastet worden, erklärte Nerb. Auch wenn die EZB beides realisiert habe, rechnet Nerb damit, dass das Institut möglicherweise noch weitere Daten abwartet, bis eine Zinsentscheidung gefällt wird. Die deutsche Wirtschaft sei erst dann wieder gesund, wenn die heimische Nachfrage über mehrere Monate hinweg anziehe. Aufgrund der hohen Ölpreise kann sich seiner Ansicht nach das exportgetriebene Wachstum abschwächen. Für den Arbeitsmarkt rechnet Nerb erst im Herbst mit einer Erholung.

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