Höhere Inflationsrisiken
US-Notenbank: Zinsen weiter erhöhen

Gestiegene Inflationsrisiken durch die hohen Energiepreise machen nach dem Protokoll des jüngsten Treffens der US-Notenbank (Fed) weitere Zinserhöhungen erforderlich.

HB WASHINGTON. Die Mehrzahl der Mitglieder des für die US-Geldpolitik verantwortlichen Offenmarktausschusses (FOMC) habe sich besorgt über jüngst gestiegene Inflationsrisiken gezeigt, hieß es in dem am Dienstag veröffentlichten Protokoll des Zinstreffens vom 9. August. Die gestiegenen Energiepreise signalisierten einen erhöhten Inflationsdruck.

Einige FOMC-Mitglieder hätten die Teuerung bereits am oberen Ende der Spanne gesehen, nach der nach Definition der Fed Preisstabilität herrscht. Auch nach der Erhöhung vom 9. August lägen die US-Zinsen nach ihrer Einschätzung noch unter dem Niveau, dass zur Eindämmung der Inflation erforderlich sei. Deshalb seien weitere Schritte wahrscheinlich. Die US-Aktienbörsen reagierten mit einer Ausweitung ihrer Verluste auf die Inflationswarnung in dem Protokoll.

Die Fed hatte den Leitzins am 9. August zum zehnten Mal in Folge um 25 Basispunkte auf nunmehr 3,50 Prozent erhöht und weitere Anhebungen signalisiert. In ihrer Erklärung bekräftigte sie, die noch immer lockere Geldpolitik könne weiter mit maßvollem Tempo gestrafft werden. Volkswirte rechnen bis zum Jahresende mit einem Zinsniveau von mindestens vier Prozent.

Dem Protokoll zufolge gingen die viele FOMC-Mitglieder dennoch davon aus, dass die Inflation unter Kontrolle gehalten werden könne. Dies sei mit einer Politik stetiger Zinserhöhungen erreichbar im Zusammenspiel mit der weltweiten Konkurrenz und daraus resultierenden Schwierigkeiten der Firmen, Preiserhöhungen durchzusetzen. „Es scheint zum gegenwärtigen Zeitpunkt auszureichen, die Inflation durch eine weiter maßvolle Straffung der noch immer lockeren Geldpolitik unter Kontrolle zu halten. Die FOMC-Mitglieder stellten jedoch zugleich fest, dass dass das Tempo und das kumulative Ausmaß künftiger Straffungen sehr stark von der konjunkturellen Entwicklung abhängig sein wird“, hieß es in dem Protokoll.

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