Hoffnungsschimmer im Osten
Bau-Industrie bleibt im Tal der Tränen

Die Auftragseingänge in der krisengeschüttelten Baubranche gingen im Juli im Vergleich zum Vorjahresmonat preisbereinigt um 3,1 % zurück. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mit.

HB WIESBADEN. Allerdings gab es bei der Baunachfrage in einzelnen Bereichen und Regionen erstmals seit Monaten wieder einen ersten Hoffnungsschimmer.

Die Aufträge im Tiefbau stiegen um 1,8 %. Dazu trug vor allem die gestiegene Nachfrage in den neuen Bundesländern bei, wo es einen Zuwachs um 6,7 % gab. Dagegen blieb die Nachfrage im Hochbau insgesamt schwach. Die Auftragseingänge für den Gebäudebau sanken um 7,7 %. Erst 2004 sei mit einer Besserung zu rechnen, sagte Heiko Stiepelmann vom Hauptverband der Deutschen Bauindustrie.

Nach Angaben des Verbandes legte der Wirtschaftsbau in Ostdeutschland um 4,5 % zu. Der Straßenbau in den neuen Bundesländern stieg im Juli sogar um 25,5 %. Dies zeige, dass endlich mit öffentlichen Investitionen gegen den Absturz der Baukonjunktur gesteuert werde. Im Westen gab es dagegen vor allem im Wohnungsbau Zuwächse. Das Auftragsplus von 5,1 % sei vor allem auf die Diskussion um die Eigenheimzulage zurückzuführen.

Der Arbeitsplatzabbau am Bau ging auch im Sommer unvermindert weiter. Im Juli arbeiteten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes noch 804 000 Bauleute in Betrieben mit mehr als 20 Beschäftigten, zehn Prozent weniger als vor einem Jahr. Im Westen sank die Zahl der Bauarbeiter um 9,2 % auf rund 601 000, im Osten ging sie um 12,3 % auf 204 000 zurück. Der Gesamtumsatz im Bauhauptgewerbe lag im Juli bei 8,1 Mrd. €, das waren 3,5 % weniger als im Juli 2002.

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