"Hohe Ölpreise bremsen Nachfrage moderat"
Greenspan glaubt beim Ölpreis an Marktkräfte

US-Notenbankchef Alan Greenspan hat sich vorsichtig optimistisch zur Entwicklung der Energiepreise geäußert. Die massive Verteuerung des Rohöls dürfte nach seiner Einschätzung letztlich von den Marktkräften selbst korrigiert werden.

HB WASHINGTON. „Wenn das anhält, könnten diese Marktmechanismen zur Schaffung von Vorräten ermutigen, die groß genug sind, um den derzeitigen Preis-Wahnsinn zu dämpfen“, sagte er am Dienstag laut Redetext bei einer Konferenz der National Petrochemical and Refiners Association. Zudem hätten sich die Rohöllagerbestände etwas erholt, weil die Ölpreise an den Terminmärkten stärker gestiegen seien als die Spot-Preise. Dieser Trend sollte sich fortsetzen und könnte dazu führen, dass die Lagerbestände wieder eine Puffer-Funktion erhielten. Die höheren Ölpreise hätten bereits das Nachfragewachstum verlangsamt, aber nur mäßig.

Besorgt äußerte er sich zu den weltweit knappen Raffinerie-Kapazitäten. Einigen führenden Ölproduzenten warf er zudem vor, keine ausländische Investitionen in die Erschließung von Öl- und Gaslagerstätten zuzulassen. Die Entwicklung der Ölmärkte bleibe von zentraler Bedeutung für die Gesundheit der US-Wirtschaft. Aber mit steigenden Preisen werde die Abhängigkeit der Wirtschaft von der Energie abnehmen.

Der Fed-Chef äußerte sich zunächst nicht zur Konjunktur und zur Geldpolitik. Die Finanzmärkte hatten mit Spannung auf Hinweise Greenspans zu möglichen inflationären Auswirkungen der hohen Ölpreise gewartet. Dies würde als Signal für aggressivere Zinserhöhungen gewertet.

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