Hohe Preise für Öl-Importe belasten
Außenhandelsdefizit der USA auf Rekordhoch

Das US-Außenhandelsdefizit stieg nach Angaben des Handelsministeriums in Washington im März auf nahezu 46 Milliarden Dollar. Hohe Preise für Öl-Importe haben den USA das Rekord-Außenhandelsdefizit beschert.

HB WASHINGTON. Einerseits habe die Belebung der Weltwirtschaft zwar auch den Exporten aus den USA auf ein neues Rekordniveau verholfen, wie das Handelsministerium am Mittwoch in Washington mitteilte. Andererseits seien die Kosten für Importe aber unter anderem wegen des teureren Öls deutlicher gestiegen. Die Öl-Einfuhrpreise kletterten zuletzt auf den höchsten Stand seit Anfang 1983.

Der Fehlbetrag der weltgrößten Volkswirtschaft im Handel mit Waren und Dienstleistungen stieg im März auf 45,96 (Februar revidiert 42,12) Mrd. Dollar. Er lag damit deutlich über der durchschnittlichen Analystenerwartung von 42,60 Mrd. Dollar. Die Importe nahmen um 4,6 % zu, während die Exporte um 2,6 % wuchsen. Im Handel mit Dienstleistungen erwirtschafteten die USA einen Überschuss von 5,28 Mrd. Dollar, während das Defizit bei den Gütern den Rekordstand von 51,24 Mrd. Dollar erreichte.

Im Handel mit Staaten der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) kletterte das Defizit der USA Umfragen zufolge mit 5,6 Mrd. Dollar ebenfalls auf sein höchstes je gemessenes Niveau. Allein die Einfuhren aus Opec-Ländern waren 7,4 Mrd. Dollar wert. Insgesamt kletterte der Wert aller Ölimporte um mehr als ein Fünftel auf 10,2 Mrd. Dollar.

Der Dollar gab nach den Daten etwas nach. Der Euro kletterte um rund einen halben US-Cent über die Marke von 1,19 Dollar. Der hohe Fehlbetrag in der Leistungsbilanz, in dem die Handelsbilanz enthalten ist, gilt als eine Hauptursache der Schwäche der US-Währung.

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