Hoher Benzinpreis belastet
Einzelhandel bleibt ernüchternd

Der deutsche Einzelhandel hat im August neue Umsatzeinbußen hinnehmen müssen. Die hohen Benzinpreise haben den Deutschen die Kauflaune einmal mehr verdorben.

HB BERLIN. An den Kassen wurden 0,9 % weniger Umsätze gezählt als im Juli, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. „Der Einzelhandel bleibt im Griff der Konsumkrise“, kommentierte der Branchenverband HDE. Zum Vorjahr konnten die Geschäfte ihre Einnahmen allerdings steigern. Vor allem Bekleidung, Bücher und Schmuck fanden mehr Käufer, während der Umsatz von Getränken, Lebensmitteln und Zigaretten zurückging. Experten zufolge wird die Branche zum Wirtschaftswachstum im dritten Quartal nichts beitragen. Denn die Belastungen durch den hohen Ölpreis in Folge des Hurrikans „Katrina“ seien noch nicht völlig ausgestanden.

Unter Herausrechnung von Preissteigerungen (real) fielen die Umsätze im August um 0,8 % niedriger aus als im Juli, in dem bereits ein Umsatzminus von 0,5 % verbucht worden war. Im Vorjahresvergleich fielen die Daten günstiger aus, was für die Berechnung des Wirtschaftswachstums im Quartalsvergleich aber keine Rolle spielt. Im August lagen die Umsätze nominal 2,4 und real 2,2 % über dem Niveau des Vorjahresmonats - allerdings hatte der August in diesem Jahr einen Verkaufstag mehr. In den ersten acht Monaten 2005 summierte sich der Umsatz-Anstieg auf real 0,7 %.

Der Sprecher des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE), Hubertus Pellengahr, sagte, wegen des schlechten Wetters sei vor allem mehr Herbstmode gekauft worden als im vergangenen Jahr. Trotzdem zog er insgesamt eine negative Bilanz: „Wir haben im August nur ausgeglichen, was im Juli verloren wurde.“ Vor allem Facheinzelhändler wie Metzgereien oder Weingeschäfte leiden unter der anhaltenden Konsumflaute. Aber auch Warenhäuser verbuchten deutliche Umsatzeinbußen in den ersten acht Monaten.

Seite 1:

Einzelhandel bleibt ernüchternd

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%