Hoher Ölpreis für Entwicklung verantwortlich
Importe werden teurer

Wegen des Ölpreisanstiegs haben die Preise deutscher Importe im Mai kräftig zugelegt. Im Monatsvergleich musste Deutschland 0,7 % mehr für importierte Waren bezahlen, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mit. Damit kosteten die Einfuhren 2,5 % mehr als vor einem Jahr.

HB WIESBADEN.Dies war der stärkste Anstieg im Jahresvergleich seit Juni 2001. Im April hatte die Jahresrate noch bei 0,4 % gelegen. Grund für den starken Anstieg war der Ölpreis, der im Mai Rekordstände erreicht hatte. Ohne Mineralölerzeugnisse wären die Importpreise zum Vormonat um 0,2 % gesunken und hätten nur 0,3 % über dem Niveau von Mai 2003 gelegen. Deutsche Ausfuhren waren im Mai um 0,2 % teurer als im April und kosteten 0,8 % mehr als im Vorjahr.

Neben den Mineralölerzeugnissen verteuerten sich vor allem auch andere Rohstoffe, wenngleich sich der starke Preisauftrieb der vergangenen Monate in einigen Bereichen abschwächte. Im Monatsvergleich sanken sogar die Preise für Rohkupfer um gut sechs Prozent und für Eisenerze um 0,3 %. Dennoch kostete Rohkupfer noch immer rund 55 % mehr als vor einem Jahr. Auch Steinkohle und Mineralölerzeugnisse waren fast 50 % teurer als im Mai 2003.

Mit dem Berichtsmonat Mai berechnet das Statistikamt erstmals die Preisveränderungen bei EDV-Investitionsgütern wie Computern oder Druckern nach der so genannten hedonischen Methode. Dabei wird der Wert von Qualitätsverbesserungen der Produkte geschätzt und von der gemessenen Preisveränderung abgezogen, um so den reinen Inflationseffekt zu erfassen. Das Statistikamt rechnet allerdings die Datenreihen nicht zurück. Nach früheren Angaben der Statistiker hat sich der Einfuhrpreisindex nach der neuen Methode von Januar bis April nur um 1,8 % erhöht und nicht wie nach den bisherigen Berechnungen gemeldet um 2,3 %.

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