Ifo-Geschäftsklimaindex Deutsche Wirtschaft weiter in Rekordlaune

Beste Stimmung unter Deutschlands Managern – Euro-Krise hin oder her. Der Ifo-Geschäftsklimaindex ist im Dezember zum wiederholten Male gestiegen. Das Konjunkturbarometer profitiert bei dem letztlich überraschenden Sprung vom blendend laufenden Weihnachtsverkauf.
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Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn: Rasanter Index-Anstieg 2010. Quelle: DAPD

Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn: Rasanter Index-Anstieg 2010.

HB MÜNCHEN. Trotz der Schuldenkrise in Europa ist die deutsche Wirtschaft in Rekordlaune: Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg im Dezember den siebten Monat in Folge und erreichte den höchsten Stand seit Beginn der gesamtdeutschen Statistik 1991. Das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer kletterte überraschend auf 109,9 von 109,3 Punkten im Vormonat, teilte das Münchner Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) am Freitag mit. Die 35 von Reuters befragten Analysten hatten dagegen mit einem leichten Rückgang auf 109,1 Punkte gerechnet. Die 7000 befragten Manager schätzten sowohl die Aussichten für die kommenden sechs Monate als auch die Geschäftslage besser als zuletzt ein.

Dafür sorgten vor allem die brummenden Geschäfte im Einzelhandel: Hier ist die Stimmung so gut wie seit dem Wiedervereinigungsboom nicht mehr. „Das Weihnachtsgeschäft ist gut angelaufen“, sagte Ifo-Experte Klaus Abberger zu Reuters. Auch im Großhandel und bei den Dienstleistern hellte sich Stimmung auf, während sich das Geschäftsklima in Industrie und Bauwirtschaft leicht eintrübte. „Im gesamten Jahresverlauf 2010 ist der Geschäftsklimaindex rasant gestiegen,“, sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn. „Nach dem Anstieg des Exports waren für den Aufschwung vor allem die Investitionen verantwortlich. Perspektivisch zeichnet sich nun auch eine Verbesserung beim Konsum ab.“

Das Barometer für die Geschäftsaussichten im kommenden halben Jahr stieg auf 106,9 von 106,3 Punkten. Das Lage-Barometer kletterte auf 112,9 von 112,3 Punkten. „Mir fällt ein Weihnachtslied ein: Süßer die Glocken nie klingen“, sagte DekaBank-Analyst Andreas Scheuerle. „Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einer absoluten Hochstimmung.“ Der Handel sei angesichts des Weihnachtsgeschäfts geradezu euphorisch. „Die Industrie empfindet die Schuldenkrise zugleich nicht als Belastung, weil Irland und Griechenland als Absatzmärkte kaum eine Rolle spielen“, sagte Scheuerle.

Auch Ralf Umlauf von der Helaba äußerte sich positiv: „Die deutsche Konjunktur kann zum Jahreswechsel das hohe Tempo halten“, erklärte er. Der von seit längerem erwartete Verlust an konjunktureller Dynamik stelle sich bislang nicht ein.

Die deutsche Wirtschaft war im dritten Quartal um 0,7 Prozent gewachsen - fast doppelt so schnell wie die Eurozone mit 0,4 Prozent. Im Schlussquartal wird ein ähnlich hohes Tempo erwartet. Neben Exporten und Investitionen stützte auch der private Konsum das Wachstum. Die Bundesregierung sagt für das zu Ende gehende Jahr ein Wachstum von 3,4 Prozent voraus, das sich 2011 auf 1,8 Prozent abschwächen soll.

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8 Kommentare zu "Ifo-Geschäftsklimaindex: Deutsche Wirtschaft weiter in Rekordlaune"

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  • @ Profit Danke für die Antwort keine Schulden bezahlen heisst um so brutaler verabschieden wir uns aus der Zivilisation, ich kenne kein Naturgesetz das nur aus nehmen besteht ohne das es ein geben, geben mus dmit gehst du in deinen Gedanken zu leichtfertig um.Eins sei Dir geschrieben, du zahlst im Leben für alles auch für Schulden die du nicht zurückzahlen kannst,Willst oder sonst was, es ist nur eine Frage das die unteren es bezahlen und der Rest über die Umverteilung sich retten Möchte und ihren Reichtum und das geht zu 100% so nicht da kannst du hoffen wie du willst, und so kommen wir Stück für Stück den Abgang näher, wir sind schon beim Abgesang,DAS iST GANS SiCHER.Es führt kein weg daran vorbei keiner,nimm bitte den Sand aus deinen Augen er nimmt dir die Sichte,das Heulen und Zähneklappern setzt erst noch ein,das Wissen die Oben ganz genau sie fressen zur Zeit nur Kreide,Produzieren blinden Aktionismus, nennen das Politik zu wessen Wohl, zu ihren

  • http://www.focus.de/politik/deutschland/bundestag-streit-ueber-geplante-papst-rede_aid_582696.html

  • @Morchel: Die Schulden werden nie abgebaut. Von was auch und vor allem wieso? Wir können froh sein, wenn die "Schuldenbremse" funktioniert, und keine neuen Schulden dazu kommen. Gegen Schulden ist auch grundsätzlich nichts zu sagen, wenn dafür (öffentliche) investionen (infrastruktur, bildung) getätigt werden. Leider wird zuviel Geld für Subventionen (z.b. Kohle, Hartz iV, Solar, etc.) ausgegeben. in jeder Konzernbilanz findet man auf der Passivseite die Position "Verbindlichkeiten". im Übrigen: Sehr viele Arbeitnehmer erhalten deutliche Lohnzuwächse und es gibt weniger Arbeitlose als noch vor nicht allzu langer Zeit befürchtet. Der iFO-index ist indikator (!), der die positive Entwicklung wie in einem Prisma widerspiegelt. Das Urteil fällt auf Sie zurück: Sie scheinen ihre Umwelt nicht richtig wahrzunehmen!

    @(#4): ihren beitrag verstehe ich überhaupt nicht, es denn, es ist ein persönlicher Hilferuf. Dann empfehle ich einen Psychiater. Übrigens: ich wäre lieber Staatsbürger der superkleinen, süßen "Schweiz" als Angehöriger des Molochs "EU"; ein souveränes (mittelgroßes) Deutschland reicht doch. Und China u.a. sind zwar sehr groß, aber auch sehr unwirklich. Das kann kein Vorbild sein.

  • http://www.youtube.com/watch?v=E1x7hWMcDR8

  • letzter Versuch, wenn's dann nicht klick gemacht hat, dann seit ihr ein hoffnungsloser Fall und euch kann nicht geholfen werden!
    1. Europa samt bevölkerung macht gerade mal 5% der Erdbevölkerung aus.
    2. Die neuen aufstrebenden Länder liegen alle nicht in Europa
    3. Europa ist bis auf wenige Ausnahmen überaltert
    4. Europa ist sich in Politik und Wirtschaft uneins
    5. Europa gerät immer weiter in die Krise, aber man redet immer um den heissen brei herum
    6. Die Eitelkeiten einzelner Personen (Politiker) ist so stark, dass diese Leute den blick für's wesentliche schon lange verloren haben
    7. Die Ungleichgewichte in der EU in Wirtschaft, Steuerrecht, Justiz, etc. sind so immens, dass es wenn überhaupt mindestens nochmal 50 bis 100 Jahre dauert bis hier alles gerecht und gleichwertig installiert wurde
    8. Durch Verschleierung und Reduktion der Demokratie bzw. Abwälzung der ganzen Kacke auf dass Volk, dass jetzt schon nicht weiß was morgen kommt, wird es irgendwann zur Entladung dieses Frustes kommen
    9. Wir brauchen authentische Volksvertreter, wenn wir sie denn überhaupt brauchen
    10. Momentan wird versucht den Menschen eingzuetrichtern, dass man mit leerem Tank in den Urlaub und zurüch fahren kann. bloß wer zahlt dann für denn Abschleppdienst, nachdem das Fahrzeug namens EU nach 3 Kilometer mitten auf der Autobahn stehengeblieben ist?
    Wir werden auf dieser Autobahn von vielen neuen Ländern überholt, wie z.b. China, indien, brasilien, Türkei, Mongolei, indonesien, Süd-Korea, und, und, und
    10. Wenn wir alle im selben boot sitzen und jeder will in eine andere Richtung fahren, werden wir nie einen sicheren Hafen ansteuern!
    11. ist ist ja schön, wenn sich hier einige im Detail auskennen, aber wie schon Herr Geißler meinte, man muss es so aussprechen, dass es jeder versteht. Nur so schafft man transparenz.


    Schönes Wochenende und schöne Feiertage

  • @ Profit bevor du total euphorisch abhebst, solltest du mal mit den Opfern dieser Politik reden,sie bezahlen mit ihrer Leistung ohne dafür entlohnt zu werden Das ist Sklaverei pervektioniert,es geht immer noch nichts wann fangen wir an läppische 1,8 billionen Staatsschulden abzubauen du Träumer.

  • Das wäre eine gute Nachricht wenn sich die deutsche Wirtschaft nicht auf Kosten anderer Euroländer entwickeln würde, sonder im Gleichschritt mit den anderen Euroländer.
    So ist die Entwicklung der deutschen Wirtschaft nur relativ, absolut ist das für die Eurozone kein Gewinn. Wir sitzen aber im selben boot. Zumindest habe ich das bis vor Kurzem gedacht.

  • Deutschland ist nicht mehr nur eine Konjunktur-Lokomotive in Europa, sondern eine Konjunktur-Rakete. Deutschland hat es aber auch verdient, denn jahrelang ging hier nichts, während andere in Süd-Europa Party gefeiert haben, auf unsere Kosten.

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