Ifo-Index legt kräftig zu Deutsche Wirtschaft wieder auf Wachstumskurs

Das Abflauen der Euro-Krise macht sich in der Stimmung der Unternehmen bemerkbar. Nach einem schwachen Winterquartal stehen die Zeichen für die deutsche Wirtschaft nun wieder auf Wachstum.
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Die Aussichten für die deutsche Wirtschaft verbessern sich deutlich. Nach einem schwachen Quartal könnte es bald aufwärts gehen. Quelle: dapd

Die Aussichten für die deutsche Wirtschaft verbessern sich deutlich. Nach einem schwachen Quartal könnte es bald aufwärts gehen.

(Foto: dapd)

MünchenDie Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Februar weiter deutlich verbessert. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg überraschend stark von 104,3 auf 107,4 Punkte, wie das Ifo-Institut am Freitag in München mitteilte. Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn sagte am Freitag in München: „Die deutsche Wirtschaft nimmt Fahrt auf.“

Die befragten Unternehmen bewerteten sowohl ihre aktuelle Geschäftslage als auch ihre Geschäftsaussichten für das nächste halbe Jahr besser. „Mit Blick auf den künftigen Geschäftsverlauf breitet sich der Optimismus weiter aus“, sagte Sinn. „Auch die Exporterwartungen sind weiter gestiegen und liegen nun über ihrem langfristigen Durchschnitt.“

Das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer ist seit November in Folge gestiegen. Die Bauunternehmen, bei denen es schon bisher hervorragend lief, zeigten sich noch einmal deutlich optimistischer für die nächsten Monate - der Teilindex kletterte auf den höchsten Wert seit der Wiedervereinigung.

Auch die Großhändler zeigten sich zufriedener. Im Einzelhandel blieb das Geschäftsklima unverändert. Für den ifo-Geschäftsklimaindex befragen die Konjunkturforscher jeden Monat rund 7000 Unternehmen.

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Damit mehren sich die Zeichen dafür, dass die deutsche Wirtschaft wieder stärker wächst. Der ZEW- Index für die Stimmung unter den Investoren in Deutschland, der die wirtschaftliche Entwicklung der nächsten sechs Monate vorhersagen soll, ist im Februar auf den höchsten Stand seit annähernd drei Jahren geklettert. Der DAX hat in den vergangenen drei Monaten etwa zehn Prozent zugelegt.

“Frühe Indikatoren sprechen dafür, dass sich die deutsche Wirtschaft in einem recht verlässlichen Aufwärtstrend befindet und dass das Momentum zurückkehrt”, sagt Jens Kramer, ein Volkswirt der NordLB. “Wir könnten im ersten Quartal ein respektables Wachstum sehen.”

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18 Kommentare zu "Ifo-Index legt kräftig zu: Deutsche Wirtschaft wieder auf Wachstumskurs"

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  • @Marktteilnehmer
    Versetzen Sie sich halt mal in die Lage des Anbieters (Arbeitgeber). Sie sind eine Ein-Mann-Dienstleister (Hausmeisterservice). Wie hoch wäre IHR Stundensatz zu den jetzig gegeben staatlichen Rahmenbedingungen (Sozialleistungsabgabe,Steuerabgabe,allgem. Abgabenlasten usw.) Sie gehen von einen mindest Stundensatz von netto 7,50 EUR. Diesen Betrag müssen Sie mindest auf dem Markt einsetzen!!! (Mindestlohn = Mindesteinsatz!)
    Grob geschätzt werden sei bei einem Angebotspreis zwischen 30 und 50 EUR liegen. Bedenken Sie, als Selbständiger müssen Sie sich auch noch selbst versichern. Der liebe Sozialstaat zwingt uns nämlich, zum Teil, dazu!
    Jetzt kommen Sie mit einem ca. Stundenpreis von 45 EUR für ihre Hausmeistedienstleistung auf den Markt. Ab jetzt kommt der Nachfrager (Konsument) ins Spiel. Der wird sich genau überlegen, ob er sich diese 45 EUR pro Stunden leisten kann oder es lieber selber macht bzw. als "Schwarzarbeit" vergibt oder es ganz bleiben lässt.
    Der Markt ist gut für uns Menschen (Anbieter und Nachfrager) solange der Staat sich soweit wie mögich (mit Abgabenvorschriften, Zwangssteuern usw.) zurückhält!
    Gibt der Staat zuviele Auflagen, wird der Marktteilnehmer gezwungen weniger nach zu fragen (konsumieren) und damit wird das Angebot für viele immer mehr zum Luxusgut. Die Mangelwirtschaft ist dann nicht mehr weit!

  • Lieber "Linker",
    wir in Deutschland arbeiten zur Zeit ca. 40 h die Woche, die Schweiz 42 h und Frankreich 35 h?!
    Wir gehen mit 65 bis 67 Jahren in Rente, die Franzosen mit 60 Jahren.
    Lieber "Schreiberling" erst nachdenken, sich sachkundig machen und dann erst (roten) Schmarren schreiben!!!

  • Na, das ist doch schön, dass D's Wirtschaft wieder wächst.
    Weiter unten berichten Sie dann: "Die Wirtschaft im Euroraum wird auch 2013 in der Rezession bleiben, erwartet die EU-Kommission."
    http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/nachrichten/wirtschaftsprognose-eu-kommission-erwartet-weiteres-krisenjahr/7824470.html
    Vielleicht bestünde die Möglichkeit einige Zusammenhänge zu vermitteln, sonst entsteht der vordergründige Eindruck, RestEuropa bekäme es nicht gebacken, während wir Deutschen alles richtig machten.
    Dabei wäre doch zu bedenken, dass wir die angeschlagenen Nachbarn mit unserer Lohndumpingpolitik eiskalt niederkonkurrieren - also eiskalt nach innen, den deutschen Arbeitnehmern gegenüber wie nach außen.
    Was wäre nun die menschlichste Lösung für diese extremen Ungleichgewichte? Dass wir weitermachen wie bisher und die Löhne unserer Nachbarn ins bodenlose stürzen lassen?
    Nein! Unsere Löhne müssten massiv steigen, während die der anderen moderat sinken sollten.
    Nur so wäre wohl der soziale Frieden im gemeinsamen (?) "Haus Europa" zu sichern

  • @ HofmannM
    ---
    Erzählen Sie dass mal einem Leiharbeiter, der für 7,50 € brutto/Stunde malochen geht.
    Der kann eben nicht mal wählen zwischen Technik oder Hofladen, sondern sich nur Discounter leisten!
    Würden in diesem Land, wie zu D-Markt Zeiten wieder ausreichend hohe Löhne und Gehälter bezahlt, wäre eine Nachfrage nach -made in germany- auch wieder stärker möglich.
    Solange aber von Wirtschaftsseite her keinerlei Interesse an einer Standortstärkung in D stattfindet, wird sich daran rein gar nichts ändern. Man will Maximalprofit, so billig wie möglich herstellen und so teuer wie möglich verkaufen. Dieser maximale Profit ist nur möglich durch Produktion in Billiglohnländern, unter übelsten Sozial- und Umweltbedingungen.
    Nicht der Verbraucher wollte die Globalisierung und den Casino-/Turbokapitalismus, sondern die Wirtschaft einhergehend mit korrupter, käuflicher Lobbypolitik (Agenda2010, Deregulierung des Arbeitsmarktes, Leiharbeit)!
    Das gleiche gilt für den (T)Euro und Europa, hier wie dort wurde über die Köpfe des Volkes hinwegentschieden.

  • @Marktteilnehmer
    Der MARKT kann nicht SCHULD an irgendetwas sein, weil der MARKT nur den ORT darstellt!
    Die Marktteilnehmer wie Sie und Ich und WIR als Menschen bestimmen über die Verhältnisse, die am MARKT/ORT herrschen.
    Wenn die Nachfrage nach teuren "Made in Germany" Produkten steigt, dann wird auch vermehrt das Angebot aus deutsch produzierten Produkten steigen.
    Sie haben doch als Nachfrage (Konsument) die Steuerfunktion in der Hand. Warum gehen Sie im Dicounter ihre Wurst/Fleisch einkaufen oder ihr Obst und Gemüse? Warum gehen Sie nicht zu ihren Bauern mit seinem eigenen Hofladen? Kann es vielleicht daran liegen, dass Sie sich das Leben, wie Sie es jetzt gewohnt sind (Wohlstand durch Technik) dann nicht mehr leisten könnten?!

  • @ HofmannM > DER MARKT IST EIN ORT DER ZUSAMMENKUNFT und hat mit Kapitalismus recht wenig zu tun!
    ---
    Ihre Aussage halte ich für ein Gerücht!
    Markt bedeutet so gut wie immer, wo bezahle ich am wenigsten!
    Wo produziere ich am billigsten unter minimalsten Umweltschutzbedingungen!
    Wo Produktion und Lohnkosten am billisten sind, spielt Kommunismus und Dikatur keine Rolle mehr, Hauptsache Profit!
    Den MARKT ist eine Illusion, da ich als Konsument und Kaufer gar keine Wahl mehr habe, was ich kaufen möchte.
    z. Bsp. Sie gehen heute in ein Elektronikfachgeschäft, um einen mp3-Player zu erwerben. Sie möchten ein Gerät „made in Germany“ kaufen (um hiesige Arbeitsplätze zu stärken), sind auch bereit, dafür ein paar Euros mehr zu bezahlen. Leider bietet der MARKT keinen mp3-Player -made in Germany- mehr an. Mir bleibt somit nur die Wahl zwischen -made in China/made in PCR-.
    Soviel zum Thema FREIE MÄRKTE und FREIE WAHL.



  • Nicht nur, schließlich stehen Wahlen ins Haus. Da dürfte der politische Aspekt beim Ankreuzen nicht zu unterschätzen sein. Wir werden ja sehen ob die Voraussagen zur Geschäftsentwicklung eintreffen. Blickt man zum wichtigen Handelspartner Frankreich - den Rest der Europäer lassen wir mal außen vor - dann braucht man für die Voraussagen wohl fast ein Wunder.

  • @Finanz-Armageddon-2020
    DER MARKT IST EIN ORT DER ZUSAMMENKUNFT und hat mit Kapitalismus recht wenig zu tun!
    Du und Ich und WIR ALLE tretten sowohl als Anbieter wie auch als Nachfrager auf. Und wo ein Anbieter und ein Nachfrager aufeinander treffen, da ist MARKT!
    Kapiert das endlich!
    Es gibt verschiedene Arten von Märkte. Finanzmarkt, Konsummarkt oder auch den Tauschmarkt oder Spendenmarkt usw.usw.
    Die Marktteilnehmer bestimmen, wie frei und gut ein Markt ist. Sowohl der Anbieter wie auch der Nachfrager bestimmen darüber. Weiterhin gibt es den Staat, der mit Gesetzen darüber bestimmt, wie frei und gut ein Markt (Ort des Geschehens) ist.
    Der deutsche Energiemarkt ist momentan durch das EEG sehr stark grünsozialistische Ideologisch bestimmt. Damit hat der deutsche/europäisch ökostaatsgeprägt Energiemakrt einen weltweiten Wettbewerbsnachteil!
    Weltweit wird am Enegiermarkt die preisgünstige Energie aus Kohle,Oel,Uran und Gas nachgefragt. Die Erneurbaren Energieträger (Wind,Sonne) sind zu unwirtschaftlich (da als Zufallstrom von den Launen der Natur abhängig). Unwirtschaftlichkeit lässt sich am Markt nur durch staatliche Fördermaßnahmen (EEG) verkaufen!
    In Deutschland wird somit negativ der Markt für uns Energieendverbraucher durch die politische Gesetzgebung (EEG) bestimmt!

  • @karstenberwanger

    Sie haben recht!!!! Wir leben ein einem Irrenhaus. Hauptsache die Zeitungen sind voll!! Die Menschen können nicht mehr normal denken!

  • ...vll sollte mal das Handelsblatt erklären, wie dieser Index berechnet und ermittelt wird (Grundlagen). Anschließend wird die Mehrzahl erkennen, dass das nur Kaffeesatzleserei ist.

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