Ifo-Index steigt
Firmenchefs gehen optimistisch ins neue Jahr

Das Geschäftsklima hellt sich den zweiten Monat in Folge auf. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg von 101,4 Zählern im Vormonat auf 102,4 Punkte, teilte das Münchner Ifo-Institut mit. Das ist der höchste Wert seit Juli.
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MünchenDie Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft hat sich im Dezember den zweiten Monat in Folge aufgehellt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg um 1,0 auf 102,4 Punkte und damit auf den höchsten Wert seit Juli, teilte das Münchner Ifo-Institut am Mittwoch zu seiner Umfrage unter 7000 Managern mit. "Die Unternehmen sind in froher weihnachtlicher Erwartung", sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn. Im November war das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer erstmals wieder gestiegen, nachdem es zuvor sechs Monate in Folge gesunken war.

Die Firmenchefs schätzten die Aussichten für die kommenden sechs Monate optimistischer ein. Das Barometer für die Geschäftserwartungen kletterte um 2,7 auf 97,9 Punkte. Die Lage wurde dagegen schlechter bewertet. Dieser Index fiel 1,0 auf 107,1 Zähler.

Einen Lichtblick lieferte vor allem die Industrie. "Die Geschäftserwartungen verzeichneten den stärksten Anstieg seit August 2009", sagte Sinn. "Auch die Erwartungen an das Exportgeschäft sind erneut gestiegen." Bei den Dienstleistern und in der Baubranche hellte sich die Stimmung ebenfalls auf. Im Groß- und Einzelhandel trübte sich das Geschäftsklima dagegen ein.

Trotz des Ifo-Anstiegs gehen die meisten Ökonomen und auch die Bundesregierung davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal schrumpfen wird - zum ersten Mal seit einem Jahr. Da die Konjunkturdelle den Winter über anhalten dürfte, steht die Bundesregierung vor einer erneuten Senkung ihrer Prognose für 2013. "Es wird aus heutiger Sicht einen Revisionsbedarf nach unten geben", sagte Bernhard Heitzer, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium. Sein Haus erstellt Mitte Januar die neue Prognose für die Regierung. Erst im Oktober hatte das Ministerium die Prognose von 1,6 auf 1,0 Prozent gesenkt. Die Bundesbank rechnet inzwischen nur noch mit plus 0,4 Prozent.

 
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Das seit vielen Jahren altbekannte Bild: Die Exportindustrie boomt, Groß- und Einzelhandel schwächeln. Auch die industriellen Auftragseingänge für den Monat Oktober zeigen die einseitige Fixierung der deutschen Industrie auf die Exporte. Das hiesige Lohn- und Sozialdumping der vergangenen 15 Jahre führt nicht nur gegenüber den Staaten der Eurozone zu erschlichenen “Wettbewerbsvorteilen”, sondern – wegen des für die deutsche Industrie sehr vorteilhaften Euro-Umtauschkurses – auch gegenüber den Staaten außerhalb der Eurozone. Es scheint jedoch sehr fraglich, ob die übrigen Staaten auf Dauer dazu bereit und ökonomisch dazu in der Lage sind, wegen der sehr hohen deutschen Exporte ihre eigenen BIP-Wachstumsraten permanent zu reduzieren und ihre Auslandsverschuldung gegenüber Deutschland zu erhöhen.

  • Der Optimismus der Firmenchefs ist nötig, denn tatsächlich trübt sich der Konjunkturhimmel über Deutschland ein. Es ist zu erwarten, dass auch Deutschland sehr bald von der jüngsten Rezession heimgesucht wird, die bereits seit dem 3. Quartal 2011 in der restlichen Eurozone herrscht. Interessant nur, dass darüber in Deutschland kaum berichet wird, auch nicht im Handelsblatt, obwohl die Herausgeber ausdrücklich darüber informiert wurden.
    Monika Merz, Professorin für Volkswirtschaftslehre, Universität Wien

  • F.Rösler hat die FDP wieder hochgebracht! die sind wieder in der Gunst der Wähler gestiegen..und das ist die Leistung harter Arbeit gewesen, und das färbt nun auf die Wirtschaft ab, denn das Vermögen der Firmen Chefs soll ja nicht noch höher versteuert werden, und darum wird es nur SCHWARZ GELB geben in Zukunft und die Wirtschaft sprudelt leider auf Kosten der Arbeiter..aber die Meldung ist ja ein Zeichen das es wieder BERGAUF geht.

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