Ifo-Index steigt wieder Deutsche Wirtschaft zurück auf Kurs

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im November nach sechs Rückgängen in Folge wieder aufgehellt. Der Geschäftsklima-Index stieg von 103,2 auf 104,7 Punkte. Die Börsen reagierten sofort.
Update: 24.11.2014 - 10:45 Uhr 10 Kommentare

Das sind die Folgen des Ifo-Index´ nach Sinn

Das sind die Folgen des Ifo-Index´ nach Sinn

MünchenStimmungsaufheller für die deutsche Wirtschaft: Das Geschäftsklima hat sich im November nach sechs Rückgängen in Folge wieder verbessert. Der Index stieg von 103,2 auf 104,7 Punkte, wie das Münchner Ifo-Institut am Montag zu seiner Umfrage unter 7000 Managern mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten einen weiteren Rückgang von Deutschlands wichtigstem Konjunkturbarometer auf 103,0 Zähler erwartet.

An den Börsen wurde die Nachricht positiv aufgenommen. Der Dax baute seine Gewinne aus und stieg um 0,5 Prozent. Allerdings warnte das Ifo-Institut vor allzu großem Konjunkturoptimismus. Ifo-Experte Klaus Wohlrabe: „Es ist zu früh, um von einer Trendwende zu sprechen.“ „Der Abschwung ist zumindest unterbrochen“, sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn. Der Index gilt als wichtigster Frühindikator der deutschen Wirtschaft.

Die Führungskräfte schätzten sowohl ihre aktuelle Geschäftslage als auch die Aussichten für die kommenden sechs Monate besser ein als zuletzt. Im Groß- und Einzelhandel, im Bauhauptgewerbe und in der Industrie verbesserte sich das Klima. „Vom Exportgeschäft werden weitere Impulse erwartet“, sagte Sinn. Bei den Dienstleistern zeigte das Barometer dagegen leicht nach unten.

Damit wächst die Hoffnung, dass Unternehmen wieder mehr investieren und so die maue Konjunktur anschieben. Positive Signale kamen zuletzt vor allem vom Privatkonsum. Die Kauflust der deutschen Verbraucher hatte Deutschland auch vor dem Absturz in die Rezession bewahrt: Nach dem schwachen Frühjahr war die deutsche Wirtschaft im Sommer wieder leicht gewachsen. Unternehmen investierten dagegen deutlich weniger in Ausrüstungen wie Maschinen oder Fahrzeuge als im Vorquartal.

Konjukturbarometer

Entwicklung des ifo-Geschäftsklimaindex

von Oktober 2013 bis Oktober 2014 (Punkte)


Wegen der Verunsicherung durch Krisen wie in der Ukraine und im Nahen Osten hatten viele Experten ihre Wachstumsprognosen zuletzt deutlich gesenkt: Für 2014 dürfte es nur noch zu einem Plus von rund 1,2 Prozent reichen. Für das kommende Jahr gehen die Prognosen auseinander. Während die Bundesregierung eine Beschleunigung auf 1,3 Prozent erwartet, rechnen die Wirtschaftsweisen mit einem Rückgang auf 1,0 Prozent.

Nach dem starken ZEW-Index aus der Vorwoche hatten einige Anleger auch beim Ifo auf diese positive Überraschung gehofft. Das Barometer für die ZEW-Konjunkturerwartungen war im November auf plus 11,5 Zähler von minus 3,6 Punkten im Vormonat gestiegen, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) zu seiner Umfrage unter 220 Anlegern und Analysten mitteilte.

Dazu dürften die Wachstumszahlen für die Euro-Zone beigetragen haben, die aus Sicht von ZEW-Präsident Clemens Fuest für eine wirtschaftliche Stabilisierung sprechen. Der Währungsraum schaffte im dritten Quartal ein Plus von 0,2 Prozent.

Vor der Veröffentlichung des Ifo-Index haben die Dax-Anleger am Montag Vorsicht walten lassen. Der deutsche Leitindex startete mit 9719 Zählern knapp im Minus. In der Vorwoche hatten Spekulationen auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik in der Euro-Zone und die überraschende Zinssenkung in China den Dax mehr als fünf Prozent in die Höhe getrieben.

  • rtr
  • dpa
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10 Kommentare zu "Ifo-Index steigt wieder: Deutsche Wirtschaft zurück auf Kurs"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Tja, irgendwie scheint der Weltuntergang, den sich einige Herrschaften seit Jahren herbeiwünschen, einfach keinen Bock auf seinen Auftritt zu haben.
    Und irgendwie scheint die deutsche Wirtschaft sehr robust zu sein. Mann, was wurde nicht wegen der paar Sanktiönchen geheult.
    Leider müssen Weltuntergangspropheten, Verschwörungstheoretiker angesichts positiver Wirtschaftsmeldungen erst einmal bis auf weiteres Trost bei compacten Nachrichten und "Russia TV" suchen. Zu guter Letzt kaufen sie noch ein paar Stücke Gold überteuert bei der letzten Hoffnung Deutschlands ein und wundern sich dann, dass Gold sich Richtung Süden verabschiedet... Dann warten und warten sie auf den Weltuntergang und die Gelegenheit endlich mit ihren paar Goldmünzen Tabak, Dosenfutter und Seidenstrümpfe auf dem Schwarzmarkt kaufen zu können.

  • >> Deutsche Wirtschaft zurück auf Kurs >>

    #Glaube keiner Statistik oder Studie, die du nicht selbst gefälscht hast !

    Hier muss jemand getrickst haben, dass die Bude wackelt !

    Woher bitte schön soll denn das Wachstum kommen ?

    Ist jetzt plötzlich Petrus zu uns gnädig ?

    Unfassbar, wie man hier verdummt wird !

  • Der ESM (Euro-Schuldenländer Rettung) und das EEG (Erneuerbares Energie Gesetz) in Form einer grünsozialistischen Energiewende stehen einer wirtschaftsfördernder Marktwirtschaft und damit einen EU-Deutschen Wirtschaftsaufschwung gegenüber.
    ESM/EEG = erst kommt der Mangel und dann die Armut!

  • Ja, Frau Steer, deshalb fiel in dem Bericht auch der Begriff "Stimmungsaufheller für die deutsche Wirtschaft".

    Die nehmen alle Anti-Depressiva !

  • Da haben irgendwelche selbsternannten Fachleute mal wieder ihre Glaskugel befragt um das Volk zu manipulieren, damit wir schön still sind
    Und übrmorgen fällt dann alles wieder

  • "Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im November nach sechs Rückgängen in Folge wieder aufgehellt."

    Na, wenn ich mir die Schräglage des in Ihrem Bericht abgebildeten Containerfrachters anschaue, so kann ich an Ihrer o.g. nur Zweifel hegen ...

  • "Ifo-Experte Klaus Wohlrabe: „Es ist zu früh, um von einer Trendwende zu sprechen.“ „Der Abschwung ist zumindest unterbrochen“, sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn. Der Index gilt als wichtigster Frühindikator der deutschen Wirtschaft."

    Da hat das Ifo-Insstitut wohl recht. Weder der Brent-Preis noch der Baltic Dry legt einen Globalen Aufschwung nahe, in dessen Fahrwasser die Konjunktur in Deutschland anziehen könnte. Zum Vergleich - Mitte Dezember 2013 lag der Baltic Dry bei etwa 2300 - bei einem Dax von ca. 9100 Punkten. Heute liegt der Baltic dry etwa 1000 Punkte darunter. Auch ein anderer Frachtindex deutet an, dass in Asien etwas nicht rund läuft.

    Gleichzeitig zeichnet das WSJ über die zukünftige Entwicklung ein China ein pessimistisches Bild:

    Meine eigenen Erfahrungen deuten darauf hin, dass wir das Ende des chinesischen Wirtschaftswunders erleben. Wir sehen, wie sehr der Erfolg Chinas von einer schuldenfinanzierten Immobilienblase und mit Korruption durchsetzten Staatsausgaben abhängig war. Der Baukran ist nicht unbedingt ein Zeichen wirtschaftlicher Vitalität; er kann auch ein Symbol für eine Wirtschaft sein, die Amok läuft.

    Quelle: WSJ, Chinas Wirtschaftswunder ist vorbei,Bob Davis.

  • Das bringt mich zur Weißglut...

    Der Ifo-Index ist keine auch nur annähernd sinnvolle (valide) Indikation für die deutsche Wirtschaftslage.

    Es ist eine telefonische Befragung zur Einschätzung (!!!) der Wirtschaftslage, die dann von teuer bezahlten Volkswirten auch noch interpretiert wird.

    Also eine Schätzung der Schätzung. Aber es ist eigentlich egal, weil der einzige Grund für den Daxanstieg Herr Draghi und die EZB-Maßnahmen sind. Alles andere sind frei erfundene und nachgeschobene Begründungen der Medien und "Experten".

  • Na also, übers Wochenende hat Herr Sinn wieder ein paar Pförtner angerufen und sich über den Luxus-Konsum ihrer Arbeitgeber informieren lassen.

    Dann ist ja alles paletti.

    Wenn jetzt noch das "Whatever-it-takes"-Goldmännchen seine neuesten Parolen unters Volk bringt, können wir die "Mogelpackung Dax" (Zitat Mr. Dax) in Richtung 20 000 Punkte marschieren sehen.

  • Mal wieder so ein Gefälligkeitsgutachten für die Bundesregierung und am Jahresende wird es dann wieder in Summe heißen....genau. Minimales bzw. kein Wachstum.

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