Ifo-Index
Weltwirtschaftsklima verschlechtert sich weiter

Die Stimmung in der Weltwirtschaft hat sich weiter verschlechtert. Das zeigt der Ifo-Index, der im Spätsommer das vierte Mal in Folge gesunken ist. Vor allem zwei Regionen leiden unter dem ungünstigen Klima.

FRANKFURT. Die schlechte Stimmung in der Wirtschaft lässt sich am Ifo-Weltwirtschaftsklima ablesen. Das Barometer sank von 81,4 Punkten auf 73,4 Zähler – und damit das vierte Mal in Folge. Sowohl die aktuelle wirtschaftliche Lage als auch die Erwartungen für die nächsten sechs Monate beurteilten die Experten zum wiederholten Mal schlechter als im entsprechenden Vorquartal.

Das Barometer basiert auf einer vierteljährlichen Umfrage des Münchener Ifo-Institutes und der internationalen Handelskammer unter mehr als tausend Unternehmern und Forschern aus 92 Ländern. Aus ihren Urteilen ermitteln die Ifo-Ökonomen den Index für das Weltwirtschaftsklima.

Besonders deutlich kühlte sich das Weltwirtschaftsklima in Westeuropa und Asien ab. Dagegen habe sich der Indikator in Nordamerika nicht weiter verschlechtert. In den USA wird die aktuelle Lage zwar weiterhin ungünstig bewertet, die wirtschaftlichen Erwartungen für die nächsten sechs Monate seien dagegen nicht mehr ganz so pessimistisch wie in der ersten Jahreshälfte.

In Westeuropa hat sich das Klima fast überall verschlechtert, weil vor allem die Erwartungen für die nächsten sechs Monate deutlich nach unten revidiert worden seien. Die aktuelle Wirtschaftslage werde jedoch in vielen Ländern noch als günstig beurteilt, vor allem in Finnland, Österreich, Deutschland und den Niederlanden. Schlecht bewerten die Experten hingegen die Situation in Italien, Spanien und dem Vereinigten Königreich.

Eine der Kernursachen für die Abkühlung der Weltwirtschaft ist die Preisentwicklung der vergangenen Monate. Im Gesamtjahr 2008 dürfte die Inflation in den USA etwa mit 3,8 Prozent deutlich höher ausfallen als 2007, erwarten die befragten Experten. In Westeuropa liegen ihre Inflationserwartungen für 2008 mit 3,5 Prozent zwar darunter, aber ebenfalls deutlich über der im vergangenen Jahr gemessenen Rate von 2,1 Prozent.

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