Ifo-Index
Wirtschaftsklima in der Euro-Zone auf Zwei-Jahres-Hoch

Die konjunkturelle Stimmung im Euro-Raum hellt sich auf. Der Ifo-Index für das dritte Quartal legte deutlich zu. Für die nächsten sechs Monate sehen die Aussichten noch besser aus.
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BerlinDas Wirtschaftsklima in der Euro-Zone ist nach Angaben des Ifo-Instituts derzeit so gut wie seit zwei Jahren nicht mehr. Das Barometer für das dritte Quartal verbesserte sich um 7,2 auf 102,3 Punkte, wie die Münchner Forscher am Mittwoch mitteilten. Während die gut 300 befragten internationalen Experten nur ein leichtes Aufhellen der aktuellen Lage auf niedrigem Niveau ausmachten, zogen die Erwartungen für die nächsten sechs Monate deutlich an. „Eine konjunkturelle Stabilisierung im Euroraum scheint sich abzuzeichnen“, sagte Ifo-Konjunkturchef Kai Carstensen. Allerdings liege der gesamte Indikator immer noch klar unter seinem Durchschnitt der vergangenen 15 Jahre von 108 Zählern.

Die Wirtschaftslage verbesserte sich laut Ifo zwar im Vergleich zum zweiten Quartal in den meisten Ländern des Euroraums etwas. Sie ist aber den Experten zufolge in Frankreich, Griechenland, Italien, Portugal, Spanien und Zypern weiter „schlecht“. Nur Deutschland und Estland bescheinigen die Fachleute eine zufriedenstellende bis gute Situation. Die Aussichten hellten sich für die meisten Euroländer allerdings auf. Nur in Slowenien und in Zypern dürfte sich die Lage verschlechtern.

Die Euro-Zone kämpft sich derzeit mühsam aus der längsten konjunkturellen Durststrecke ihrer Geschichte, die Wirtschaft im gesamten Währungsraum schrumpfte zuletzt sechs Quartale in Folge. Allerdings gehen viele Volkswirte davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt zwischen April und Juni erstmals seit Herbst 2011 wieder gewachsen ist.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Kann stimmen oder nicht, es ändert nichts:
    Die fehlenden Zinsen ruinieren Lebensversicherungen, Alters Rücklagen,Vermögensaufbau und Rentenkassen.
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    Und darauf hat kein Politiker mehr Einfluss, dies ist nicht mehr weg zu diskutieren.
    Diese fehlenden Zinsen zerstören jede Planbarkeit und sind damit die wahren Zukunfts - Killer.
    Nicht die anstehenden Schuldenschnitte.
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    Begreifen tun Viele noch nicht, dass dies die wirklichen Folgen von Kanzler Schröders politischer Weitsicht sind.
    Noch schlimmer als das innerpolitische Elend unseres "größten Billiglohn Sektors aller Zeiten", welches sich bei der ersten Krise hierzulande noch deutlich zeigen wird.
    Hoffentlich irre ich.


  • Ifo-Chef Sinn: Wir haben eine Megakrise in Südeuropa. Die Jugendarbeitslosigkeit in Griechenland ist 64 Prozent, in Spanien ist sie über 55 Prozent. Die Gesamtarbeitslosigkeit in diesen beiden Ländern ist 27 Prozent".



    Der Präsident des Münchner Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, ist der Ansicht, dass sich Südeuropa in einer Megakrise befindet. "Die Massenarbeitslosigkeit ist ja kaum beherrschbar. Die Jugendarbeitslosigkeit in Griechenland ist 64 Prozent, in Spanien ist sie über 55 Prozent. Die Gesamtarbeitslosigkeit in diesen beiden Ländern ist 27 Prozent", sagte Sinn am Mittwoch im "Deutschlandfunk".

    "Ich frage mich, wie lange die Länder das noch aushalten." In Italien tue sich "rein gar nichts", was die nötigen Reformen betrifft, kritisierte der Ifo-Chef. Der Europäischen Zentralbank warf Sinn vor, "eine rein fiskalische Politik" zu betreiben, da sie versprochen habe, "unbegrenzt die Staatspapiere von gefährdeten Staaten aufzukaufen".

  • Rechner:
    Ich wüsste nicht, dass die Institute mal richtig gelegen haben! Darum sind die Aussagen weniger wert als ein Jodeln Merkels in Italien! Der 22.9. zählt, und das werden Sie nicht ändern. Ich wünsche der AfD viel Glück und Erfolg.

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