Ifo-Indikator: Weltweiter Aufschwung verstärkt sich

Ifo-Indikator
Weltweiter Aufschwung verstärkt sich

Ungeachtet der hohen Energie- und Rohstoffpreise nimmt die Konjunktur weltweit Fahrt auf. Das signalisiert der Ifo-Indikator für das Weltwirtschaftsklima im ersten Quartal dieses Jahres.

DÜSSELDORF. Er stieg kräftig auf 109,2 Punkte von 99,3 Zählern im vierten Quartal 2005 und erreicht damit wieder den Stand vom Herbst 2004. Gleichzeitig übertrifft der Indikator seinen langjährigen Durchschnitt von 94,3 Punkten wesentlich deutlicher als 2005.

Das vom Münchener Ifo-Institut vierteljährlich erhobene Weltwirtschaftsklima hatte sich von Anfang 2004 bis Mitte 2005 kontinuierlich abgekühlt. Die Erholung setzte erst im vergangenen Herbst ein und hat sich nun verstärkt. Die von Ifo zusammen mit der Internationalen Handelskammer in Paris befragten 1 080 Experten aus 90 Ländern beurteilten im Januar sowohl die aktuelle Lage als auch die Aussichten wesentlich besser als noch vor drei Monaten.

Bemerkenswert ist, dass die Konjunkturerholung regional breiter angelegt ist als im Vorquartal. Nach einem von den Volkswirten der Deka-Bank entwickelten Indikator für das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP), in den die Ifo-Umfrage einfließt, ist deshalb in den ersten drei Monaten dieses Jahres im Vergleich zum Vorquartal wieder mit einem stärkeren Wachstum zu rechnen als Ende 2005.

Ein Grund ist, dass das Stimmungstief für Nordamerika im Oktober 2005 – bestätigt durch ein mageres US-Wachstum im vierten Quartal – offenbar nur temporärer Natur war. Schon im Januar 2006 beurteilten die Experten vor allem die aktuelle Lage in Nordamerika wieder wesentlich besser. Auch der US-Index der Frühindikatoren spricht für eine kräftige Erholung: Der gestern vom Conference Board veröffentlichte Index kletterte überraschend deutlich um 1,1 Prozent auf 140,1 Punkte. Der Anstieg für Dezember wurde gleichzeitig von 0,1 auf 0,3 Prozent nach oben revidiert.

In Europa hellte sich die Stimmung bereits zum zweiten Mal in Folge auf. „Besserungstendenzen sind wiederum insbesondere in Westeuropa auszumachen“, erläuterte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn die jüngste Umfrage. Dies gilt vor allem für die Euro-Zone, in der sich das Wirtschaftsklima im Januar stärker verbesserte als in ganz Westeuropa.

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