Ifo spricht von "Wachstumsdelle": Weltwirtschaft kühlt weiter ab

Ifo spricht von "Wachstumsdelle"
Weltwirtschaft kühlt weiter ab

Die Stimmung in der Weltwirtschaft hat sich nach dem Boomjahr 2004 weiter abgekühlt. Der Weltwirtschaftsklima-Index des Ifo-Instituts ging im ersten Quartal von 103,8 auf 101,1 Punkte zurück. Damit gab der Frühindikator zum vierten Mal in Folge nach.

HB MÜNCHEN. „Insgesamt spricht die Datenkonstellation jedoch nicht für einen Abschwung, sondern lediglich für eine Wachstumsdelle der Weltwirtschaft, die sich im Jahr 2004 am dynamischsten seit 28 Jahren entwickelt hat“, sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn am Dienstag in München.

Das Ifo-Institut ermittelt den Index vier Mal im Jahr durch die Befragung von mehr als 1 100 Experten aus 90 Ländern. Bei der jüngsten Umfrage wurden weltweit sowohl die aktuelle Lage als auch die Aussichten für die kommenden sechs Monate etwas skeptischer beurteilt. Der Lage-Index sank von 105,9 auf 102,3 Punkte, der Erwartungs-Indikator von 101,8 auf 100,0 Punkte. Der Klima-Index, der aus beiden Werten ermittelt wird, liege aber immer noch deutlich über seinem langjährigen Schnitt, betonte Sinn.

Am stärksten verschlechterte sich die Stimmung im ersten Quartal in Westeuropa. Vor allem in Deutschland und Frankreich werde die aktuelle Lage zurückhaltender beurteilt, sagte Sinn. Die Verschlechterung des Wirtschaftsklimas in Asien resultiere ebenfalls aus weniger günstigen Urteilen zur Wirtschaftslage. Am günstigsten entwickelte sich die Stimmung in den USA, wo der Klimaindex anstieg. Allerdings wurde in den Vereinigten Staaten nur die aktuelle Lage positiver, die Aussichten dagegen skeptischer beurteilt.

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