IfW-Prognose
Kieler Ökonomen: Wachstum wie im Boomjahr 2000

Die Wirtschaft wird nach Einschätzung des Kieler Instituts für Weltwirtschaft in diesem Jahr genauso kräftig wachsen wie im Boomjahr 2000: Die Ökonomen von der Förde haben ihre Prognose nochmals nach oben korrigiert und auch ihre Schätzung für 2008 angehoben.

HB KIEL. Erwartet werde ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 3,2 Prozent nach 2,8 Prozent 2006, teilte das IfW am Donnerstag mit. Bei ihrer letzten Prognose im März waren die Kieler Forscher von einem Plus von 2,8 Prozent ausgegangen. Im Frühjahrsgutachten der führenden Wirtschaftsforschungsinstutite im April hatte das IfW aber bereits eine Minderheitsmeinung zu Protokoll gegeben, wobach das BIP um 3,0 Prozent steigen werde.

„Getrieben wird der Aufschwung allein von der Binnennachfrage“, hieß es. Die privaten Konsumausgaben dürften wegen der sinkenden Arbeitslosigkeit und höherer Einkommen kräftig steigen. „Hinzu kommt, dass die Unternehmen ihre Investitionen erneut deutlich ausweiten.“

Für 2008 rechnen die Forscher nun mit einem Plus des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 2,7 Prozent. Eine wichtige Rolle spiele, dass die mittlerweile vorliegenden Lohnabschlüsse insgesamt moderater ausfielen als erwartet. Zuvor waren sie von 2,4 Prozent ausgegangen.

Mit dem Aufschwung dürfte die Nachfrage nach Arbeitskräften deutlich steigen. Deshalb werde die Zahl der Arbeitslosen im Laufe dieses Jahres um 740 000 auf 3,74 Millionen sinken. Im kommenden Jahr könnten im Schnitt noch einmal 700 000 Menschen weniger arbeitslos sein. Zeitweise werde die Drei-Millionen-Marke unterschritten.

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