IKB Deutsche Industriebank
Studie rechnet mit steigenden Investitionen

Die deutsche Wirtschaft steht am Beginn eines neuen Investitionszyklus. Das geht aus einer unveröffentlichten Analyse der IKB Deutsche Industriebank hervor, die dem Handelsblatt vorliegt. Bei den Ausrüstungsinvestitionen erwartet IKB-Chefvolkswirt Kurt Demmer 2006 ein Plus von real rund fünf Prozent; für 2007 rechnet er mit einen ähnlich hohen Zuwachs.

HB DÜSSELDORF. „Bei weiterhin lebhaften Exporten wäre damit die Basis für eine nachhaltige konjunkturelle Erholung gelegt“, sagte Demmer. Er prognostiziert für 2006 einen realen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 1,5 Prozent.

Die Ausrüstungsinvestitionen machten laut Statistischem Bundesamt in den Vorjahren knapp sieben bis zehn Prozent des nominalen BIP aus. Sie gelten als konjunkturell sehr bedeutsam, weil ihr Anstieg mit der zusätzlichen Schaffung von Arbeitsplätzen verbunden sein kann. Das wiederum kann den privaten Konsum, der den größten Wachstumsbeitrag zum BIP liefert, beleben.

Ausschlaggebend für die positiven Erwartungen der IKB sind vor allem die zunehmenden Investitionsaktivitäten des Mittelstandes. Nach starker Zurückhaltung in den Vorjahren seien nun viele Unternehmen bereit, „in größerem Stil“ Modernisierungs- und Erweiterungsmaßnahmen in Angriff zu nehmen, sagte Demmer. Die bestehenden Kapazitäten seien nicht zuletzt durch ein reges Exportgeschäft zunehmend ausgelastet, der finanzielle Spielraum für Investitionen zudem so komfortabel wie lange nicht.

Bereits 2004 waren die Ausrüstungsinvestitionen nach Angaben der Bundesstatistiker um real 2,6 Prozent im Vorjahresvergleich gestiegen. Dass die IKB aber erst jetzt von dem Beginn eines „Investitionszyklus“ spricht, hat laut Demmer einen einfachen Grund: Nun lasse sich ausschließen, dass es sich um ein Strohfeuer handele. doh

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