Im August
US-Einzelhandel mit überraschendem Umsatzminus

Die Geschäfte der US-Einzelhändler sind im August unerwartet schlecht gelaufen.

HB WASHINGTON. Der Umsatz sank um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vormonat auf saisonbereinigt 381,17 Milliarden Dollar, wie das Handelsministerium am Freitag mitteilte. Die von Reuters befragten Analysten hatten ein Plus von 0,2 Prozent vorhergesagt. Bereits im Juli hatte es ein Umsatzminus gegeben, das mit 0,5 Prozent deutlicher ausfiel als zunächst geschätzt.

Als Grund für den schwächelnden Konsum, der wichtigsten Stütze der weltgrößten Volkswirtschaft, gilt die steigende Arbeitslosigkeit. Die Arbeitslosenquote erreichte im August mit 6,1 Prozent den höchsten Stand seit rund fünf Jahren.

Die Amerikaner gaben weniger Geld für Baumaterialien, Bekleidung und Elektronik aus. Der Umsatz mit Benzin und Diesel sank um 2,5 Prozent und damit so stark wie seit rund einem Jahr nicht mehr. Hier wirkte sich der deutliche Rückgang der Kraftstoffpreise aus. Erstmals seit Jahresbeginn stieg der Umsatz mit Autos. Er legte um 1,9 Prozent zu. Das Niveau blieb aber immer noch um 13,5 Prozent unter dem von August 2007.

Experten rechnen nicht mit einer baldigen Konsumbelebung. "Der US-Verbraucher hat aufgrund der sinkenden Vermögenspreise, der sinkenden Reallöhne sowie der steigenden Arbeitslosigkeit immer mehr Probleme, sein bisheriges Konsumniveau zu halten", sagte LBBW-Experte Matthias Huth. Damit blieben auch die Perspektiven für die Wirtschaft insgesamt gedämpft.

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