Im September
„Katrina“ lässt Vertrauen der US-Verbraucher deutlich sinken

Die Verwüstung durch Hurrikan „Katrina“ und sprunghaft gestiegene Benzinpreise haben das Vertrauen der US-Verbraucher in die wirtschaftliche Entwicklung ihres Landes im September überraschend stark getrübt. Der entsprechende Index des privaten Forschungsinstituts Conference Board sank auf 86,6 Punkte von revidiert 105,5 Zählern im August, wie das Institut am Dienstag mitteilte.

HB NEW YORK. Dies sei der niedrigste Stand seit Oktober 2003 mit damals 81,7 Punkten. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Rückgang auf 95,0 Punkte gerechnet.

Dem Institut zufolge haben „Katrina“ und die Folgen für die Energiepreise die Verbraucher verunsichert. Sie betrachteten die Zukunft mit Sorge. Zudem beurteilten sie die Beschäftigungsaussichten weit pessimistischer als in den vergangenen Monaten. In der Folge sei der Erwartungsindex im September auf 71,7 Zähler von revidiert 93,3 Punkten im August gesunken. Auch der Index der gegenwärtigen Bedingungen fiel auf 108,9 von revidiert 123,8 Zählern.

Historisch betrachtet hätten solche Schocks aber nur kurzfristige Auswirkungen auf das Vertrauen der Verbraucher, sagte ein Experte des Instituts. Der Index des Verbrauchervertrauens gilt als wichtiger Indikator für die künftige Entwicklung der Konsumausgaben, die rund zwei Drittel der US-Wirtschaftsleistung ausmachen. Allerdings hat sich die Relation zwischen Verbrauchervertrauen und tatsächlichen Umsätzen im US-Einzelhandel in den vergangenen Jahren etwas abgeschwächt.

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