Immobilienkrise verschärft sich
US-Wohnbaubeginne rückläufig

Die Zahl der Wohnbaubeginne ist in den USA im November weiter zurückgegangen. Die Baubeginne von Einfamilienhäusern gingen im achten Monat in Folge zurück und markierten das niedrigste Niveau seit April 1991. Volkswirte zeigten sich wenig überrascht von dieser Entwicklung.

HB WASHINGTON. Im Vergleich zum Oktober nahm die Zahl auf das Jahr hochgerechnet um 3,7 Prozent auf 1,187 Mill. Häuser ab, wie das Handelsministerium am Dienstag mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt mit 1,180 Mill. Häusern gerechnet. Die Zahl der Baugenehmigungen – ein Barometer für den zukünftigen Häuserbau – sank um 1,5 Prozent und fiel damit so niedrig aus wie seit Juni 1993 nicht mehr.

Volkswirte zeigten sich wenig überrascht. Viele rechnen damit, dass die Zahl auch im Jahr 2008 noch weiter sinken wird. Über das Ausmaß des weiteren Rückgangs herrscht aber Uneinigkeit. „Wenn wir noch nicht den Boden erreicht haben, dann sind wir doch sehr nahe dran“, sagte Analyst Richard Dekaser von National City Corp zu den Daten. Andere rechnen bis Mitte 2008 mit einem Rückgang um weitere 100 000 bis 200 000. Für das Wirtschaftswachstum im vierten Quartal ist der Bausektor den Experten zufolge damit eher eine Belastung.

Die Krise am US-Häusermarkt im Zuge steigender Zinsen und sinkender Immobilienpreise hat viele Hypothekenanbieter ins Straucheln gebracht und war Auslöser der Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%