Immobilienmarkt
Krise am US-Wohnungsmarkt verschärft sich

Die Krise am amerikanischen Immobilienmarkt hat sich im September weiter verschärft. Die Zahl der Wohnbaubeginne fiel auf den niedrigsten Stand seit 1991, während die Baugenehmigungen auf den schwächsten Wert seit 1981 sanken.

HB WASHINGTON. Hochgerechnet auf das gesamte Jahr wurde mit dem Bau von 817.000 neuen Wohnungen begonnen, wie das Handelsministerium am Freitag mitteilte. Das ist ein Minus von 6,3 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Volkswirte hatten mit 880 000 gerechnet.

Die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen ging um 8,3 Prozent auf 786 000 zurück. Volkswirte hatten mit 850 000 gerechnet. Die Zahl ist ein viel beachtetes Barometer für die künftige Entwicklung am US-Immobilienmarkt. Dieser steht unter wachsendem Druck, weil die Häuserpreise stark gefallen sind. Viele Häuslebauer können ihre Schulden nicht mehr tilgen und sind von Zwangsvollstreckungen bedroht. Das Platzen der Immobilienblase hat die weltweite Finanzkrise ausgelöst.

Experten erwarten, dass die Flaute anhält. "Nicht nur die Wohnungsnachfrage sinkt, sondern Bauherren bekommen auch keinen Kredit mehr", sagte der Chefvolkswirt von Moody's Economy, Mark Zandi. "Der Rückgang beim Bau wird sich im nächsten Jahr fortsetzen und die Konjunktur belasten."

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