Importe stiegen stark an
US-Wirtschaftswachstum verliert an Fahrt

Das amerikanische Wirtschaftswachstum hat sich im zweiten Quartal 2004 deutlicher abgeschwächt als zunächst angenommen.

HB WASHNGTON. Das Bruttoinlandsprodukt erhöhte sich von April bis Juni um aufs Jahr hochgerechnet 2,8 Prozent statt um 3,0 Prozent, wie das Handelsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Analysten hatten mit einer Abwärtsrevision in dieser Größenordnung gerechnet. Die Finanzmärkte reagierten deshalb fast nicht auf die Daten. Die US-Wirtschaft hat damit im zweiten Vierteljahr merklich an Fahrt verloren.

Der geringe Konsumzuwachs, die stärkste Wachstumsbremse des zweiten Vierteljahres, wurde zwar etwas nach oben revidiert. Doch die US-Verbraucher stillten ihren Bedarf stärker als gedacht mit Einfuhrwaren, so dass der hohe Überschuss der Importe über die Exporte das Wachstum schmälerte.

Nach 4,5 Prozent im ersten Quartal wuchs die US-Wirtschaft von April bis Juni so langsam wie seit dem ersten Quartal vergangenen Jahres nicht mehr. Das Ministerium führte als Grund auch den Rückgang der Unternehmensgewinne nach Steuern um 1,2 Prozent an. Zudem verringerte der hohe Einfuhrüberschuss die Wachstumsrate. Das Importwachstum wurde auf 14,1 Prozent von 9,3 Prozent nach oben revidiert, die Exporte legten nur um 6,1 Prozent statt um 13,2 Prozent zu. Im zweiten Quartal hatte die Handelsbilanz ein Defizit von 164 Mrd. Dollar aufgewiesen - das ist mehr als die gesamte Wirtschaftsleistung Dänemarks.

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