Index der Frühindikatoren ist gesunken
US-Wachstum könnte sich abschwächen

Die US-Konjunktur dürfte in den nächsten drei bis sechs Monaten etwas an Fahrt verlieren – das signalisiert der US-Index der Frühindikatoren. Das Barometer ist im September den vierten Monat in Folge gesunken, teilte das private Wirtschaftsforschungsinstitut Conference Board am Donnerstag mit.

ost DÜSSELDORF. Gegenüber dem Vormonat sank der Index, der der Wirtschaftsentwicklung erfahrungsgemäß ein bis zwei Quartale vorausläuft, um 0,1 Prozent. In den beiden Vormonaten lag das Minus bei je 0,3 Prozent.

„Langsam sieht es danach aus, als ob wir im vierten Quartal wieder in ruhigeres Fahrwasser kommen“, sagte Richard DeKaser, Chefvolkswirt des US-Finanzhauses National City Corp. Volkswirte haben wegen der Ölpreis-Entwicklung ihre Erwartungen an die US-Konjunktur bereits reduziert. Für das dritte Quartal rechnen sie im Schnitt mit einem Wachstum von 3,8 Prozent gegenüber dem Vorquartal auf Jahresrate hochgerechnet, für das vierte Quartal werden 4,0 Prozent erwartet.

Möglicherweise wurde der Index der Frühindikatoren durch die drei Wirbelstürme Frances, Ivan und Jeanne verzerrt – in den betroffenen Gebieten führten sie zu Produktionsausfällen. „Im Oktober könnte sich der Frühindikator wieder stabilisieren, weil eine Gegenreaktion auf die Hurrikan-Effekte den Arbeitsmarkt beflügeln dürfte“, sagte Stephen Stanley, Chefvolkswirt des Finanzhauses RBS Greenwich Capital.

Bereits in der vergangenen Woche gab es auf dem US-Arbeitsmarkt einen kleinen Lichtblick: In der vergangenen Woche haben so wenig Amerikaner wie seit sechs Wochen nicht mehr einen Antrag auf Arbeitslosenhilfe gestellt. Die Zahl der Erstanträge sank gegenüber der Vorwoche um 25 000 auf 329 000 – Volkswirte hatten im Vorfeld mit 345 000 Erstanträgen gerechnet.

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