Index der Gesamtwirtschaft
Wirtschaft in der Euro-Zone gut gelaunt

Die Wirtschaftsstimmung in der Euro-Zone ist derzeit so gut wie seit fünf Jahren nicht mehr. Der von der EU-Kommission veröffentlichte Index für die Gesamtwirtschaft kletterte im Februar zum dritten Mal in Folge – zuletzt von 101,5 auf 102,7 Punkte.

ari DÜSSELDORF. Die Wirtschaftsstimmung in der Euro-Zone ist derzeit so gut wie seit fünf Jahren nicht mehr. Der von der EU-Kommission veröffentlichte Index für die Gesamtwirtschaft kletterte im Februar zum dritten Mal in Folge – zuletzt von 101,5 auf 102,7 Punkte. Bankvolkswirte werteten den Anstieg als Beleg dafür, dass die Wirtschaft in der Euro-Zone nach dem schwächeren vierten Quartal 2005 zu Beginn dieses Jahres wieder an Schwung gewonnen hat. Außer in Spanien habe sich die Wirtschaftsstimmung in allen größeren Mitgliedsländern verbessert, teilte die Kommission mit.

Besonders deutlich und stärker als erwartet verbesserte sich der Indikator für das Industrievertrauen: Er stieg um zwei auf minus zwei Punkte und liegt damit deutlich über seinem langjährigen Durchschnitt von minus acht Punkten. Die Unternehmen beurteilten die aktuelle Situation und die Nachfrage besser als im Januar und schätzten die künftige Produktionsentwicklung optimistischer ein. Der gesondert berechnete Geschäftsklimaindex – er war im Januar leicht gesunken – sprang deshalb von 0,34 auf 0,61 Punkte, das ist der höchste Stand seit Februar 2001. Der Anstieg signalisiere ein beschleunigtes Wachstum der Industrieproduktion seit Jahresbeginn, kommentierte die EU-Kommission. Der Geschäftsklimaindex liegt seit September 2005 über seinem langjährigen Mittelwert von null Punkten, der einem Produktionsplus von zwei Prozent entspricht.

Der Indikator für das Verbrauchervertrauen verbesserte sich nach der Stagnation zu Jahresbeginn ebenfalls: um einen auf minus zehn Punkte. Er liegt damit nun seit drei Monaten leicht über seinem langjährigen Durchschnitt. Eine rasche und kräftige Erholung des privaten Konsums lesen Ökonomen aus diesem Anstieg allerdings nicht heraus, obwohl sich gleichzeitig auch die Stimmung im Einzelhandel verbessert hat. Bei den Dienstleistern und im Bau ließ das Vertrauen im Februar dagegen wieder etwas nach.

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