Index für Wirtschaftsstimmung: Gute Laune in Euro-Land

Index für Wirtschaftsstimmung
Gute Laune in Euro-Land

Die Wirtschaft in der Euro-Zone ist mit besserer Stimmung in das Jahr 2006 gestartet. Das zeigt die von der EU-Kommission erhobene Umfrage für Januar.

DÜSSELDORF. Bankvolkswirte hoffen nun, dass die in der zweiten Hälfte 2005 begonnene konjunkturelle Erholung in diesem Jahr anhält. Dies betrifft vor allem die Industrie, die von der robusten Weltkonjunktur und der steigenden Investitionsbereitschaft im Inland profitiert, sowie den Bausektor und die Dienstleistungen. In diesen Bereichen verbesserte sich die Vertrauensindikatoren im Januar gegenüber dem Vormonat um ein bis zwei Punkte.

Etwas verhaltener scheint die Entwicklung des Verbrauchs. Die Indikatoren für die Stimmung im Einzelhandel und bei den Verbrauchern stagnierte zu Jahresbeginn. Viele Ökonomen werteten aber positiv, dass die Konsumenten die künftige Entwicklung der Gesamtwirtschaft positiver einschätzen als in den vergangenen Monaten und ihre Bereitschaft, größere Anschaffungen zu tätigen, nicht nur in Deutschland zugenommen hat. Gestiegen ist dabei – wie der EU-Umfrage zu entnehmen ist – insbesondere die Neigung, ein Auto zu kaufen. Die Bereitschaft, ein Haus zu bauen oder zu erwerben, hat sich dagegen im Vergleich zu Oktober nicht erhöht.

Die EU-Kommission hob besonders hervor, dass sich das Vertrauen in keinem der abgefragten Bereiche verschlechtert habe. Dies stärke die Erwartung, dass der Aufwärtstrend sich in den nächsten Monaten fortsetze. Der Sammelindex für die Wirtschaftsstimmung stieg im Januar kräftig um 1,2 Punkte auf 101,8 Punkte. Dies ist der höchste Stand seit dem Sommer 2001 – er liegt zudem deutlicher als noch im Dezember über dem langjährigen Durchschnitt von 100 Punkten.

Auch der Wirtschaftsstimmungsindex für Deutschland liegt mit 100,9 Punkten jetzt endlich über diesem Durchschnitt – zum ersten Mal seit Mai 2001, wie die Kommission betont. Der Anstieg um 2,8 Punkte gegenüber Dezember fiel überdurchschnittlich deutlich aus. Dazu hat das im Januar überraschend stark verbesserte Ifo-Geschäftsklima für die gewerbliche Wirtschaft ebenso beigetragen wie der Anstieg des GfK-Konsumklimaindexes. Während sich die Wirtschaftsstimmung in Italien – abgesehen von den Verbrauchern – ebenfalls aufhellte, stagnierte sie in Frankreich. Einem schlechteren Geschäftsklima in der Industrie und im Handel stand hier eine bessere Laune der Konsumenten gegenüber.

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